12. Januar 2018

Tier-Rekord: Pechschwarz lässt Farben erst richtig leuchten

Ein männlicher Kragenparadiesvogel hat sich aufgeplustert, um ein Weibchen zu beeindrucken. Paradiesvogel (Bild: Cornell Lab of Ornithology)

Schwarz, schwärzer, Paradiesvogel: Kaum zu glauben, aber diese bunt schillernden Gesellen haben das schwärzeste Gefieder im ganzen Tierreich.

Den Rekord entdeckten US-amerikanische Forscher in den Regenwäldern der Insel Neuguinea in Südostasien. Dort leben die unglaublichsten Vögel, die man sich vorstellen kann. Unglaublich wegen ihres schillernden und fantasievollen Federkleides. Aber vor allem wegen der Show, mit der die Männchen ein Weibchen beeindrucken wollen. Zu sehen ist das in einem kurzen Video auf unserer Seite zu den Paradiesvögeln.

Viele Vögel haben schwarze Federn – normalerweise färbt ein Farbmittel (auch Pigment genannt) wie Melanin sie schwarz. Es kommt auch bei uns in Haut und Haaren vor.

Unter dem Mikroskop entdeckten die Forscher jedoch, dass die tiefschwarzen Federn von Paradiesvögeln anders aufgebaut sind als die anderer Vögel. Sie haben sehr feine Verästelungen und sehen aus wie langgezogene Eichenblätter.

Durch diesen besonderen Aufbau „schlucken“ die schwarzen Federn das Licht viel stärker als bei anderen Vogelarten und werfen weniger Licht zurück. Deshalb wirken sie schwärzer.

Der Vorteil für die Paradiesvögel: Je tiefer das Schwarz, desto deutlicher leuchten die bunten Federn. Und genau darauf fliegen die Weibchen.

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