Isst du wirklich
nur ein Stück Fleisch?

Viele Menschen essen gern Fleisch und kaufen es meistens im Supermarkt, weil es dort billiger ist. Was sie vielleicht nicht wissen oder nicht bedenken: Billigfleisch kommt aus Massentierhaltung. Und für den Anbau von Soja für Tierfutter und für die Rinderweiden werden in Südamerika die Regenwälder gerodet.

Wenn du mit der Maus über die einzelnen Bild-Bereiche fährst, kannst du lesen, wie Soja-Anbau, Tiermast und Regenwaldrodung im einzelnen zusammenhängen.

  • Abholzung des Regenwaldes

    Regenwald wird gerodet, um Weiden für die Rinderzucht anzulegen und Ackerland für den Anbau von Soja zu gewinnen.

    Wenn die Rodungen im besonders artenreichen Amazonasgebiet stattfinden, sterben viele Tiere und Pflanzen zum Teil für immer aus, die Menschen verlieren ihren Lebensraum und das Klima wird weiter angeheizt, weil mit den großen zusammenhängenden Regenwäldern auch die „grüne Lunge“ der Erde verschwindet.

  • Anbau von Sojapflanzen

    Der großflächige Anbau von Soja hat leider sehr viele negative Folgen. So verschwinden nicht nur die Wälder und mit ihnen die „grüne Lunge“ der Erde, die Vielfalt an Tieren und Pflanzen.
    Auch die Bevölkerung, die Böden und Gewässer rund um die Soja-Plantagen sind betroffen. Weil auf den Feldern Spritzmittel gegen unerwünschtes „Beikraut“ und Insekten versprüht werden. Diese Chemikalien vergiften Flüsse und Fische, die Menschen verlieren damit auch ihre Nahrung, und viele Anwohner werden krank.

  • Futtermittel aus Sojapflanzen

    Da weltweit immer mehr Fleisch gegessen wird, müssen immer mehr Tiere gefüttert werden. Soja gilt als Kraftfutter zum Mästen von Schweinen und Hühnern. Es eignet sich gut für die Massentierhaltung, da es sehr viel Eiweiß und Energie enthält.
    So wird es in großen Mengen in die EU exportiert – vor allem aus Brasilien und Argentinien. In Deutschland landen 5 Millionen Tonnen Soja pro Jahr.

  • Viehzucht und ihre Futtermittel

    In Deutschland werden so viele Kühe, Schweine, Hühner und Puten gehalten, dass wir hier gar nicht genug Ackerland haben, um das für die schnelle Tiermast benötigte Kraftfutter anzubauen.

    Unglaublich: Für jedes Kilo Schweinefleisch werden 560 Gramm Soja-Schrot verfüttert. Insgesamt brauchen die 55 Millionen Mastschweine in Deutschland pro Jahr 2,75 Millionen Tonnen Sojaschrot. Dafür ist eine Anbaufläche von 15.000 km2 nötig, das ist etwa so groß wie Schleswig-Holstein.

  • Fleischproduktion und unser Konsum

    Die Erzeugung von Fleisch ist eine der Hauptursachen für die Abholzung des Regenwaldes in Südamerika und für den Klimawandel.

    Allein in Deutschland verzehrt, statistisch gesehen, jeder Bürger 70 Kilo Fleisch im Jahr. Wenn es im Supermarkt gekauft wird, kommt es vor allem aus der Massentierhaltung in Deutschland und Südamerika.

  • Wie du dem Klima und Regenwald hilfst

    Iss auf keinen Fall Rindfleisch aus Südamerika. Oft steht auf der Verpackung von Fleisch als Herkunftsland Brasilien oder Argentinien. Auch Steakhäuser mit argentinischem Steak solltest du meiden.

    Kaufe kein Fleisch aus Massentierhaltung. Fast jedes Fleisch im Supermarkt kommt aus den riesigen Tiermast-Anlagen es sei denn, es ist anders ausgezeichnet, zum Beispiel Biofleisch oder Fleisch mit dem Neuland-Siegel. Damit schützt du nicht nur den Regenwald, sondern es müssen auch weniger Tiere leiden.

    Iss möglichst wenig oder gar kein Fleisch. Wenn du nicht ganz auf Fleisch verzichten möchtest, dann achte darauf, dass das Fleisch von Ökobauern aus Deutschland kommt. Diese dürfen wegen des die Umwelt schädigenden Anbaus kein Soja einsetzen, sie müssen Futtermittel aus regionaler Landwirtschaft nutzen.

Copyright der Grafik: Swantje Roersch und Julia Ahrens


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