Für Papier sollte kein Regenwald abgeholzt werden
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Was ist holzfreies Papier?

Holzfreies Papier ist eine Mogelpackung. Auch dieses Papier besteht aus Holz – aus denselben Baumarten und Regionen wie holzhaltiges Papier. Es werden also ebenfalls Bäume gefällt. Als holzfrei darf aber jedes Frischfaserpapier bezeichnet werden, das weniger als fünf Prozent Holzstoff enthält.

Bei der Herstellung von holzfreiem Papier werden viele Chemikalien eingesetzt, um das sogenannte Lignin, ein Bestandteil des Holzes, unter Druck und Hitze herauszulösen. Dadurch vergilbt das Papier später nicht so schnell, aber die Chemikalien belasten die Umwelt.
Das unerwünschte Lignin wird bei dem chemischen Vorgang beseitigt, jedoch nie zu 100 Prozent. Aus diesem Grund wird das restliche Lignin durch weiteres Bleichen entfernt. Als holzfrei darf jedes Frischfaserpapier bezeichnet werden, das weniger als fünf Prozent Holzstoff enthält. Richtig wäre deshalb „Lignin-freies“ statt „holzfreies“ Papier. 

Papier - ganz ohne Holz

Es gibt allerdings auch Papiersorten, die wirklich ohne Holz auskommen. Dazu gehört zum Beispiel Papier aus Bambus, aus Hanf, aus Baumwolle oder sogenanntes „Hadernpapier“. Es wird aus Baumwollgeweben hergestellt, die in der Textilproduktion abfallen, z.B. auch Jeansstoffe.

Heute wird das meiste Papier, das industriell in Massen hergestellt wird, aus Holz gewonnen – und als „holzfrei“ bezeichnet.
Und weil auch für holzfreies Papier Bäume gefällt werden, unsere Bitte: Kaufe nur Recyclingpapier aus 100 Prozent Altpapier. 

Quelle: Seite des Papierherstellers Steinbeis
Letzte Aktualisierung: 21. Juni 2023
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