Umweltfreundliche Weihnachten

Viele von uns freuen sich auf Weihnachten. Feiern mit der Familie, bunte Geschenke und ganz viel Zeit, sie zu genießen. Das Fest hat auch seine Tücken: Auf dem Weihnachtsbaum brennen Kerzen aus Palmöl, darunter häufen sich Berge aus Geschenkpapier, und auf dem Tisch wartet der Braten aus der Massentierhaltung.
Weihnachten 2020 umweltfreundlich zu genießen - und damit den Regenwald zu schützen - ist gar nicht schwer. Hier unsere Tipps:

 

Schokolade ohne Palmöl

Weihnachten gibt es besonders viel Schokolade: Schoko-Weihnachtsmänner, am Christbaum oder auf dem Weihnachtsteller. Doch einige Schokolade enthält Palmöl, und für Palmöl werden die Regenwälder abgeholzt, Menschen von ihrem Land vertrieben und viele Tier- und Pflanzenarten für immer vernichtet. Vor allem in Indonesien und Malaysia wachsen riesige Plantagen aus Ölpalmen. Auch in Afrika und Südamerika breiten sie sich inzwischen aus. Aber es gibt Schokolade ohne Palmöl:
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Geschenk im Recycling-PackpapierPackpapier lässt sich ideenreich verzieren (Bild: Pixabay)

Ein Geschenk für die Natur

 

Zugegeben: Es gibt wunderschönes bedrucktes Geschenkpapier zu kaufen. Doch schnell ist die Überraschung ausgepackt, und das Papier landet im Müll. Deko-Papier kann aber oft nicht recycelt werden, meistens ist es auch nicht aus Altpapier hergestellt. Es dient nur diesem einen kurzen Moment – doch die Herstellung belastet die Umwelt enorm. Sie kostet sehr viel Energie, Wasser und Holz – auch aus Regenwaldländern.
Die Lösung: Ihr könnt Geschenke in Stoffreste, Poster, Kalenderblätter oder in rustikalen Sackleinen einwickeln. Auch Packpapier bemalen oder bedrucken. Mit einer schönen Schleife oder einem Band verziert, sparst du auch Klebestreifen.

Noch mehr Papier könnt ihr einsparen, wenn ihr die Geschenke im Einzelhandel anstatt Online kauft. So spart ihr wertvollen Rohstoff. Und die Händler freuen sich - nicht nur in Corona-Zeiten.

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Hühner mögen lieber draußen picken als in engen Ställen (Bild: House of Creatures)

Weihnachtsbraten ohne Regenwald-Abholzung

 

Ein Weihnachtsessen ist auch ohne Braten festlich. Fleisch aus dem Supermarkt stammt meistens aus der Massentier-Haltung. Schweine, Rinder und Geflügel werden dort mit Kraftfutter gemästet. Das besteht zum großen Teil aus Soja. Für den Soja-Anbau werden in Südamerika die Regenwälder gerodet. Deswegen achtet beim Kauf eures Weihnachtsbratens, dass er vom heimischen Bio-Bauern kommt. Oder probiert es zu Hause mal mit einem vegetarischen Festessen.

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Honigkerze im GlasHonigkerze im Glas (Bild: Lolame/Pixabay)

Kerzen ohne Palmöl

 

In der Adventszeit und zum Fest ein absolutes Muss: gemütlicher Kerzenschein. Regenwald-freundlich ist das leider nicht. Für die Herstellung wird häufig Palmöl verwendet. Für dessen Produktion werden vor allem in Südostasien die für das Weltklima wichtigen Urwälder brandgerodet. Es gibt gute Alternativen:
Zum Beispiel Kerzen aus Bienenwachs. Die sind etwas teurer. Das hat einen guten Grund: Im Jahr produziert ein Bienenvolk 1 Kilo reines Wachs!

Preiswerter sind Öko-Kerzen aus Biomasse. Sie werden aus Fetten und Ölen hergestellt, die aus Resten in der Lebensmittelindustrie stammen. Dieses recycelte Kerzenwachs riecht aber absolut neutral (erhältlich z.B. bei Waschbär, Hans Natur oder Biokema).

Eine andere Möglichkeit sind Kerzen aus Raps. Und auch das ist ein wertvoller Rohstoff. Deshalb schlagen wir vor, eine Kerze nur so lange brennen zu lassen, wie du im Raum bist.

WeihnachtsdekoWeihnachtsbaum aus Papier (Bild: Jian Wei Huang auf Pixabay)

Weihnachtliche Dekoration

Ein besonders großes Herz für Bäume beweist ihr, wenn der Weihnachtsbaum dieses Jahr im Wald stehen bleiben darf.
Wir haben dafür eine sehr ungewöhnliche Baumvariante gefunden: von einem Japaner kunstvoll aus Papier gefaltet. Einschließlich Reh. Eurer eigenen Fantasie, einen Baum aus Recycling-Papier oder -Pappe zu basteln, sind natürlich keine Grenzen gesetzt.
Wer auf eine Tanne nicht verzichten will, kann sie auch im Topf mieten. Eine Internetsuche hilft euch, einen lokalen Anbieter zu finden. Bei Baumschulen und Förstereien ist die Chance höher, dass die Wurzeln sich nach Weihnachten wieder erholen und der Baum in die Erde eingepflanzt werden kann.
Man kann die Wohnung natürlich auch mit Ästen oder Kränzen schmücken. Mit Blättern, Zapfen oder Nüssen lassen sich zum Beispiel tolle Kränze basteln. Das Beste daran: Die Materialien für diese Bastel-Aktion findest du im Park oder im Wald.
Auch mit Wolle, Stroh oder Jute lassen sich tolle Schmuckhänger für Zweige in einer Vase oder den Weihnachtbaum gestalten. Wer nicht gerne bastelt: Viele kleine Läden erledigen das für dich und verkaufen nachhaltige Weihnachtsdeko.

Wir wünschen euch und eurer Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest und viel Freude bei den gemeinsamen weihnachtlichen Vorbereitungen!

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Letzte Aktualisierung: 30. November 2020
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