Was und wo sind die Tropen?

Illustration einer Weltkarte mit der Verteilung der Regenwälder Die Tropen liegen rund um den Äquator, ein Band um den dicksten Punkt der Erde, zwischen den so genannten Wendekreisen

Der Regenwald wächst wie ein riesiger grüner Gürtel rund um den Äquator der Erde. Diese Region nennt man die Tropen, daher kommt auch der Name tropischer Regenwald. Der Tropengürtel der Erde beschränkt sich jedoch nicht nur auf ein schmales Band direkt über dem Äquator. Sondern er erstreckt sich noch nördlich und südlich darüber hinaus – bis zu den Wendekreisen.

riesige Regenwald-Baumwurzeln Zwei Klimadiagramme m Vergleich: Berlin (hellgrün) im
Gegensatz zum tropischen Sarawak auf Borneo

Nur in diesen Klimazonen herrscht das ganze Jahr über ein warm-feuchtes Klima. Die Temperaturen liegen konstant zwischen 20 und 28 Grad Celsius. Denn über dem Äquator steht die Sonne zwölf Stunden am Tag senkrecht. Jahreszeiten, so wie wir sie kennen, gibt es in den Tropen nicht. Eigentlich gibt es dort nur eine Jahreszeit: die Regenzeit, die im Frühling und Herbst besonders intensiv ist. Daher der Name Regenwald: Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt mindestens 1,5 Meter (1.500 Millimeter) und kann bis zu 10 Meter (10.000 Millimeter) gehen.
In Hamburg zum Beispiel regnet es gerade mal 600 – 800 mm im Jahr, und trotzdem beschweren sich die Hamburger darüber, dass es angeblich ständig regnet.

Zusammengefasst kann man also über die Tropen Folgendes sagen:

  • es ist das ganze Jahr gleichbleibend warm
  • in keinem Monat regnet es weniger als 60 mm
  • durch den häufigen Regen ist die Luftfeuchtigkeit extrem hoch, meist um die 90 %

Genau hier kann der tropische Regenwald in all seiner Vielfalt gedeihen. Allerdings sind große, zusammenhängende Regenwälder selten geworden…



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