12. Oktober 2015

Große Bühne für die Elefanten

Elefantenaktion in Hamburg: Fiktive Jäger wildern Kinder, die sich als Elefanten verkleidet haben Theater in Hamburg: Verkleidete Wilderer „erschießen“ Kinder mit Elefanten-Masken, um auf das Leid der gewilderten Tiere aufmerksam zu machen

Schüsse in der Hambuger Innenstadt, Elefanten brechen auf der Straße zusammen, Wilderer rauben ihnen die Stoßzähne – und werden dann selbst überwältigt. Dazwischen erzählt eine Lautsprecher-Stimme, worum es geht: „Alle 15 Minuten wird ein afrikanischer Elefant für sein Elfenbein getötet. Wenn wir nicht sofort handeln, wird es in 15 Jahren in Afrika keine freilebenden Elefanten mehr geben. Das geschmuggelte Elfenbein geht vor allem nach China. Die Regierung muss den Handel verbieten – bitte unterschreiben Sie unsere Petition.“

Die Stimme gehört unserer Mitarbeiterin Lea, die Elefanten sind Kinder mit selbst gebastelten Masken. Und ein paar Männer haben sich freiwillig als Wilderer verkleidet.

Das Open-Air-Spektakel fand in Rufweite des Hamburer Rathauses statt und sollte die Passanten auf das Leid der Elefanten aufmerksam machen. Danke an alle, die mitgemacht haben! Mit dabei war natürlich auch unsere Elefanten-Girlande.

Und noch zwei gute Elefanten-Nachrichten zum Schluss:

Die Präsidenten der USA und Chinas haben angekündigt, verstärkt gegen den Handel mit Elfenbein zu kämpfen. Sie haben leider nicht gesagt, ab wann und wie sie das tun wollen. Deshalb sammeln wir weiter Unterschriften und machen Aktionen.

Außerdem hat die Polizei in Tansania eine Chinesin verhaftet, die eine große Rolle im Handel mit Elfenbein spielt. Der Frau drohen 30 Jahre Gefängnis, weil sie 706 Stoßzähne im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar geschmuggelt haben soll. Die Organisation Elephant Action League berichtet auch, dass gleich mehrere wichtige Elfenbeinschmuggler festgenommen wurden. Tierschützer hoffen nun, dass sie bestechliche Beamte und Politiker verraten.