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Im Amazonasgebiet sterben die Flussdelfine

Aus Brasilien erreichten uns traurige Bilder: Mehr als 100 Flussdelfine waren in einem fast trockenen See verendet. Durch Hitze und Dürre führen die Gewässer in der Amazonasregion viel weniger Wasser als in den Jahren zuvor.

Sie sind Einzelgänger und leben meist verborgen in der schlammigen Unterwasserwelt der Flüsse und Seen im Amazonas-Regenwald: die Amazonas-Define.

Wegen ihrer Farbe werden sie auch rosa Flussdelfine genannt. Und mit 2 bis 2,5 Metern Länge und bis zu 185 Kilogramm sind sie die größten Flussdelfine der Erde.

125 dieser seltenen Säugetiere sind nun tragischerweise im Amazonasgebiet gestorben. Die genaue Todesursache wird noch ermittelt, aber man geht davon aus, dass die hohen Temperaturen des Lago Tefé die Ursache war. Dort wurden in den letzten Wochen über 39 Grad gemessen,

In Brasilien ist es derzeit ungewöhnlich heiß und trocken. Darunter leiden nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere. Seit Wochen sinken durch die Hitze und Dürre die Wasserstände der Flüsse und Seen.

Rettungsaktion für die Delfine

Helfende haben überlebende Tiere von den Flachwasserzonen des Sees am Ufer in tiefere Gewässer gebracht, wo sie bessere Überlebenschancen haben. Einige wurden auch in die Forschungsstation des Instituto Mamirauá gebracht. Die brasilianischen Forscher:innen aus dem Institut hoffen, dass die eingefangenen Tiere noch gerettet werden können. Sie haben Blutproben genommen und ihren Gesundheitszustand überprüft. Nur wenn die Forscher: innen die Todesursache herausfinden, können sie ihre Situation verbessern und eventuell verhindern, dass noch mehr Tiere sterben.

Die Gefahr kommt von den Menschen

Amazonasdelfine sind schon jetzt stark gefährdet. Sie leiden unter der Verschmutzung ihrer Lebensräume – zum Beispiel gelangt giftiges Quecksilber durch das Goldschürfen in Flüsse und Seen. Und der Bau von Wasserkraftwerken hindert sie an ihren Wanderungen.

Nun sind die Delfine auch noch von der Klimakrise betroffen. Jetzt müssen sofortige Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um weiteres Delfinsterben zu verhindern.

Letzte Aktualisierung: 17. November 2023
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