Was passiert, wenn so viel Palmöl angebaut wird?

Um in den Regenwald-Ländern so viel Palmöl anzubauen, zerstören Menschen die Regenwälder. Wenn die Regenwälder kleiner werden, leben dort weniger Arten. Das ist schlecht für die Menschen, die dort leben, für das Klima und die Natur

Find heraus, was passiert, wenn so viel Palmöl angebaut wird:

Ist Palmöl gesund?

So lange Palmöl nicht weiterverarbeitet wurde, schadet es der Gesundheit nicht. Es besitzt sogar einen hohen Anteil an positiven Wirkstoffen, die Krankheiten vorbeugen können. Problematisch wird Palmöl erst, wenn es erhitzt wird. Bei hohen Temperaturen gehen die wertvollen Inhaltsstoffe verloren. Dafür entstehen schädliche Stoffe, die unter anderem Krebs oder Diabetes verursachen können. Vor allem Kinder sollten nicht zu viel raffiniertes Palmöl zu sich nehmen.

Gibt es auch gute Nachrichten zu Palmöl?

Der Palmölverbrauch geht in Deutschland seit einigen Jahren zurück, weil immer mehr Menschen den Einsatz von Palmöl kritisieren. Sie kennen die Nachteile, kaufen bewusst ein und fordern palmölfreie Produkte. Auf diese Forderungen reagiert auch die Regierung: Seit 2014 müssen die Hersteller von Lebensmitteln auf den Verpackungen kennzeichnen, dass Palmöl enthalten ist

Seit 2023 fördert der Staat keinen Biodiesel mehr aus Palmöl. Das soll ab 2030 in der gesamten EU gelten. Dadurch sinkt der Verbrauch von Palmöl bei uns enorm. Außerdem fordern viele Menschen, dass Palmöl auch auf den Verpackungen von Tierfutter, Kosmetik- und Reinigungsmitteln und chemischen Produkten gekennzeichnet werden muss. 

Es lohnt sich also, zu protestieren und den eigenen Einkauf zu verändern.

Wie erkenne ich Palmöl in einem Produkt?

In Deutschland muss Palmöl in Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Dazu musst du das Kleingedruckte auf der Verpackung lesen. Bei Kosmetik, Kerzen oder Putzmittel wird es schwieriger. Hier versteckt sich Palmöl meist in chemischen Verbindungen. Deshalb findest du auch nicht das Wort „Palmöl“ auf der Verpackung, sondern Bezeichnungen wie „Sodium Lauryl Sulfoacetate“, „Cetyl Palmitate“ oder „Pflanzenöl“. Diese Zutaten werden in der Regel aus Palmöl hergestellt, können aber auch andere Fette beinhalten.

Milch, Fleisch, Käse- oder Wurstwaren können indirekt Palmöl enthalten, wenn Palmöl im Tierfutter steckt. Hier gibt es bisher keine Kennzeichnungspflicht wie bei den Lebensmitteln.

Wenn du Produkte mit Palmöl meiden willst, scanne sie mit der App Codecheck und finde die Produkte heraus, die du mit gutem Gewissen kaufen kannst. 

Augen auf beim Einkauf – aufpassen lohnt sich!

Folgende Produkte enthalten besonders oft Palmöl:

Infografik Produkte die Palmöl enthalten
Diese Produkte enthalten in der Regel Palmöl: Lebensmittel wie Schokolade und Schokocreme, Margarine, Müsli, Fertigpizza, Fertigsuppen und Fertigsoßen, Kekse, Babynahrung. Palmöl findet sich auch in Kosmetik- und Reinigungsprodukten wie Rasierschaum, Waschmittel, Shampoo, Haarkur, Duschgel, Mascara und Lippenstift.

Hinter diesen Namen verbirgt sich Palmöl:

Infografiken Namen für Palmöl auf Verpackungen von Lebensmiteln, Kosmetik, Hygiene- und Reinigungsprodukten sowie Vorsilben
Palmöl: Erfolg auf Papua Mehr lesen

Gibt es gutes Palmöl?

Das beste Palmöl ist kein Palmöl! Bei uns wachsen genug heimische Ölpflanzen wie Raps, Sonnenblumen, Hanf, Leinsamen, Trauben oder Oliven. Daher sind wir nicht auf Pflanzenöle aus den Tropen angewiesen. Heimischer Anbau erspart uns nicht nur die Regenwaldzerstörung mit allen negativen Folgen, sondern auch lange Transportwege, die wiederum dem Klima schaden. Selbst zertifiziertes Bio-Palmöl wird meist in Monokulturen auf ehemaligem Regenwaldgebiet angebaut und berücksichtigt nicht unbedingt faire Arbeitsbedingungen.

Kokosöl ist keine Alternative Mehr lesen

Gibt es nachhaltiges Palmöl?

Immer mehr Firmen werben damit, Palmöl aus nachhaltigem Anbau zu verwenden. Dafür gibt es eine Reihe von Nachhaltigkeitssiegeln. Das bekannteste ist das RSPO-Siegel (Round Table on Sustainable Palm Oil). Angeblich soll es Mensch, Natur und Artenvielfalt durch zertifizierte Palmölproduktion schützen. Tatsächlich sind die Maßnahmen aber völlig unzureichend. Zum Beispiel dürfen Düngemittel und Unkrautvernichter eingesetzt werden, die erwiesenermaßen krank machen. Außerdem sind die Maßnahmen freiwillig und ihre Kontrolle funktioniert nicht. Trotz Siegel brennen artenreiche Regenwälder. Tiere sterben, Kinder erkranken, Menschen werden vertreiben und verfolgt. Die Temperaturen steigen. Deshalb sagen wir: Es gibt kein nachhaltiges Palmöl!

RSPO-Siegel: Es gibt kein gutes Palmöl Jetzt erfahren

Was kann ich tun?

Infografik palmoel-was-kannst-du-tun-mitmachen

Diese einfachen Tipps machen Spaß und helfen, den Palmölverbrauch zu reduzieren. Damit schützt du die Artenvielfalt, den Regenwald, die Menschen und das Klima.

  1. Teile dein Wissen 

    über Palmöl mit anderen. Je mehr Menschen darüber Bescheid wissen, desto höher sind die Chancen, dass sich etwas ändert.

  2. Kauf bewusst ein! 

    Versuche, Produkte mit Palmöl zu vermeiden. Dabei kann dir die App Codecheck helfen.

  3. Koche mit frischen Zutaten,

     am besten saisonal, regional und Bio vom Wochenmarkt. Leckere, von uns erprobte Rezepte findest du auf unseren Rezepte-Seiten.

  4. Verzichte auf tierische Produkte aus der Massentierhaltung – 

    rund acht Prozent des nach Deutschland importierten Palmöls fließen in Futtermittel für Rinder, Geflügel und Schweine in industrieller Zucht.

  5. Verschenke 

    dein selbstgemachtes Lieblings-Müsli, leckere Schokocreme oder Kekse. Darüber freuen sich auch deine Eltern, Omas, Opas oder Tanten!

  6. Nutze europäische Öle 

    aus Sonnenblumen, Raps, Leinsamen oder Oliven.

  7. Lade zu einer Pizzaparty 

    mit selbstgemachtem Teig ein. Alle können ihre Pizza selbst belegen – dann könnt ihr gegenseitig probieren.

  8. Mach' mit bei unserer Challenge 

    Poste ein Zeichen gegen die weltweite Zerstörung tropischer Regenwälder und starte gemeinsam mit Abenteuer Regenwald die Social-Media-Challenge #RegenwaldStattPalmöl. Unter diesem Hashtag kannst du dein Foto mit unserem Orang-Utan auf Instagram posten.

    Mehr dazu findest du auf unserer Challenge-Seite.

  9. Schreibe den Herstellern, 

    warum du ihre Produkte mit Palmöl nicht mehr kaufst. 

  10. Sammle Unterschriften, 

    in denen du die Regierung aufforderst, die Regenwaldvernichtung für Palmöl zu stoppen.

  11. Fahre möglichst viel Fahrrad, Bus oder Bahn.

     Jede Art von Energieeinsparung reduziert Treibhausgasemissionen und den möglichen Einsatz von Palmöl als Treibstoff.

  12. Bestelle eine palmölfreie Frühstücksbox für deine Klasse.

    Bereitet euch ein leckeres und palmölfreies Frühstück zu! 

    Hier kann eure Lehrer*in die Frühstücksbox bestellen.

    Leckere Rezepte für ein palmölfreies Frühstück mit deiner Klasse findest du hier.

Die Erstellung dieser Seite wurde gefördert durch:

Weiterlesen

Letzte Aktualisierung: 25. Februar 2026
0 Kommentare

Diesen Artikel kommentieren

Wenn Du Fragen zu dieser Seite hast, schreib uns an info@abenteuer-regenwald.de.

Formular wird geladen

Hilf dem Regenwald

Unterstütze unsere Arbeit mit einer kleinen Spende.
Jeder Beitrag macht einen Unterschied!

Jetzt spenden

Unser Newsletter

Jetzt kostenlos anmelden: Unser Newsletter informiert Dich monatlich über neue Schulaktionen und spannende Mitmach-Angebote für Unterricht und Zuhause.