Ein junger Nasenaffen springt von Baum zu Baum, das Foto zeigt 3 aufeinanderfolgende Sequenzen Nasenaffen sind wahre Luftakrobaten (Bild: Charles J Sharp/CC BY-SA 4.0)
14. November 2020

Freudensprünge im Wald von Borneo

Aus einer Palmölplantage wird wieder Wald! Das passiert ziemlich selten im malaysischen Bundesstaat Sabah auf der Insel Borneo – fast immer ist es umgekehrt. Die Plantage haben unsere Partner vor einem Jahr gekauft und mit 8.250 neuen Bäumchen bepflanzt. 860 davon habt ihr gespendet und den Zwergelefanten, Orang-Utans und vielen anderen bedrohten Tieren neue Lebensräume geschenkt!

Wichtigste Fakten
  • Unser Spendenprojekt ist ein großer Erfolg
  • Mit eurer Hilfe wurden in Borneo insgsamt mehr als tausend Bäume gepflanzt
  • Ein grüner Korridor rettet viele bedrohte Tiere

Habt ihr jemals vom Banteng gehört? Es ist natürlich längst nicht so berühmt wie der Orang-Utan, der Borneo-Zwergelefant, Nasenaffe oder Gibbon. Aber es ist gut, von ihm zu erfahren. Das Borneo-Banteng ist ein Wildrind, und es gehört zu den Tierarten, die ohne den neuen Wald wohl nicht überleben würden. Denn es gibt nicht mal mehr 200 Bantengs auf der großen Insel Borneo. Eine Gruppe lebt im Tabin-Schutzgebiet, eine andere im Kulamba-Wildtierreservat.
Doch diese beiden Reservate im Osten von Sabah sind seit langem von Palmölplantagen umzingelt und waren voneinander getrennt. Die großen Landtiere lebten dort wie auf Inseln und konnten kaum von einem Schutzgebiet ins andere wandern.

Ein grüner Korridor rettet Sabahs Tiere

Doch das hat sich gändert: Unsere Partner vom Rhino & Forest Fund (RFF) haben nämlich extra eine ganz bestimmte Palmölplantage gekauft: Sie liegt genau zwischen den beiden großen Schutzgebieten Tabin und Kulamba. „Ein besseres Stück Land konnte es für unseren Plan gar nicht geben“, erzählt Robert Risch vom RFF. „Denn aus der Plantage entsteht nun ein 800 Meter breiter Waldkorridor für die Wanderwege der Zwergelefanten, der Borneo-Bantengs und der Sonnenbären. Und auch alle anderen seltenen und stark bedrohten Tiere haben durch die Waldbrücke jetzt einen viel größeren Lebensraum. Das sind zum Beispiel Orang-Utans, Nasenaffen und Gibbons, Sunda-Nebelparder und Haarnasenotter, Höckerstorch und Schildschnabel aus der Familie der Hornvögel.“

Ölpalmen werden zu Sonnenschirmen

 

Im Dezember 2019 haben unsere Partner die Plantage gekauft, davon haben wir euch schon erzählt. Nach nur einem Jahr ist die gut 600 Meter lange und 800 Meter breite Waldbrücke nun fertig bepflanzt.
30 verschiedene Regenwald-Baumarten wurden ausgewählt, viele Samen und Setzlinge hat das Aufforstungs-Team im Dschungel gesammelt. Besonders wichtig sind die Arten aus der Familie der Flügelfruchtbäume. Sie wachsen zu wahren Urwaldriesen heran und machen 80 Prozent des Kronendaches aus.
Viele von den alten Ölpalmen haben Roberts Experten übrigens stehenlassen: Sie spenden den jungen Urwaldbäumen für ein paar Jahre wertvollen Schatten und dienen den kleinen Feigen und Kletterpflanzen als Stütze. Auf diese Weise helfen die Ölpalmen dabei, dass ein neuer Regenwald heranwächst.

 

Die Ölplamen bleiben als Schattenspender stehen. Diejenigen, unter die neue Urwaldsetzlinge gepflanzt werden sollen, werden markiertViele Ölpalmen bleiben erstmal stehen, um den jungen Urwaldbäumchen Schatten und Halt zu geben. Die in Frage kommenden Palmen werden zuvor markiert (Bild: RFF)

„Natürlich können wir einen Jahrtausende alten Urwald mit all seiner Vielfalt an Tieren und Pflanzen nicht in ein paar Jahren zurückbringen“, sagt Robert. „Aber es ist uns zumindest gelungen, mit dem Waldkorridor einen wichtigen Lebensraum für die bedrohten Tiere und Pflanzen zu schaffen.“

Für diesen Waldkorridor habt ihr 860 neue Bäume gespendet – insgesamt waren es seit Beginn unseres Projektes Anfang 2017 sogar 1.300 Bäume. Das ist großartig - und wir sagen DANKE!

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