Was ist ein tropischer Regenwald?

Im Regenwald gleicht kaum ein Baum den anderem Im Regenwald gleicht kaum ein Baum den anderem (Bild: Joshua Linder)

Ein grüner Ozean aus Farnen, Moosen, Lianen – und Bäumen hoch wie Kirchtürme. Schillernd bunte Schmetterlinge und farbenprächtige Vögel. Blumen in allen Regenbogenschattierungen. Der tropische Regenwald ist der artenreichste, komplizierteste und spannendste Lebensraum der Welt. Ein natürliches Wunder der Erde.

Im tropischen Regenwald ist es das ganze Jahr grün, da die Laubbäume nicht vollständig die Blätter verlieren – so wie bei uns. Das liegt daran, dass sie in einem Gebiet wachsen, in dem es das ganze Jahr über heiß und feucht ist. Dieses Gebiet nennt man die Tropen, daher auch der Name tropischer Regenwald. Lies mehr dazu auf der Seite Tropen.

Von oben betrachtet sieht der Regenwald aus wie ein riesiges, grünes Meer. Foto: Konrad Wothe

In einem unberührten Regenwald ist die Natur in paradiesischem Zustand, weil dort kein Mensch bisher Straßen durch den Wald gebaut und Bäume gefällt hat. Daher gibt es die größte Vielfalt an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten. Nur die Ureinwohner leben im Wald und nutzen ihn ohne ihn zu zerstören. Der Wald bietet ihnen alles, was sie brauchen: Nahrung, Baumaterialien für ihre Hütten und sogar Medizin, sie sammeln beispielsweise Früchte und Nüsse zum Essen oder Pflanzen, aus denen sie Naturheilmittel herstellen. Auch viele unserer Lebensmittel stammen ursprünglich aus den Regenwäldern: Ananas, Bananen, schwarzer Pfeffer, Zimt, Paranüsse, Kakao, Reis oder Orangen.

Ein unberührter Regenwald ist so voll mit Bäumen und Pflanzen, dass kaum Licht den Boden erreicht. Deshalb sieht der Regenwald von oben betrachtet aus wie ein riesiges grünes Meer.

Verbreitung der Regenwälder

Den größten zusammenhängenden Regenwald findest du rund um den Amazonas, den wasserreichsten Fluss der Erde, der größtenteils durch Brasilien (in Südamerika) fließt. Weitere große Regenwälder wachsen in Afrika (hauptsächlich im Kongobecken) und in Südostasien. Die Gebiete, in denen die Regewälder wachsen, nennt man Tropen.

Alle Regenwälder zusammen bedecken aber nur knapp neun Prozent der Landfläche, trotzdem leben dort mehr als die Hälfte aller Pflanzen- und Tierarten! Leider holzen die Menschen aber immer mehr Bäume ab, um mit ihrem Holz Geld zu verdienen. Oder um auf den gerodeten Flächen riesige Felder mit Tausenden Pflanzen von nur einer einzigen Art anzulegen (das nennt man Monokultur). In den Tropen sind das zum Beispiel Ölpalmen oder schnell wachsende Bäume wie Eukalyptus und Akazien für die Papierproduktion. Bei uns kennst du wahrscheinlich die großen Maisfelder; auch sie sind Monokulturen.

Mit jedem Tropenwaldbaum, der gefällt wird, sterben auch andere Tier- und Pflanzenarten. Insgesamt, so schätzt man, werden durch die Rodung der Regenwälder etwa 100 Tier- und Pflanzenarten ausgelöscht – jeden Tag. Auch unser Klima verändert sich, wenn die Wälder verschwinden. Eine ausführliche Beschreibung, warum das so ist, findest du auf der Seite Folgen.

Der Regenwald muss gerettet werden! Jeder kann dazu beitragen, den Regenwald zu erhalten!
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Bedrohungen

Steckbrief

Wie viel Regenwald gibt es?
Nur 3–4 Prozent der Landfläche der Erde
Wo wächst der Regenwald?
In den Tropen
Wie hoch werden die Bäume?
Bis zu 60–80 Meter
Wo ist der größte Regenwald?
Am Amazonas
Was gibt es besonderes im Regenwald?
Z.B. Sehr viel Medizin oder Lebensmittel wie Ananas, Bananen usw
Was bedroht den Regenwald?
Abholzung für z.B. Futtermittel für die Fleischproduktion, für Ölpalmen, für Papier oder Holz