Regenwald-News

Wenn du Vorschläge für News, Veranstaltungen, TV- oder Radiosendungen hast, schick uns gerne eine E-Mail an info@abenteuer-regenwald.de


8. November 2017

Forscher entdecken neue Orang-Utan-Art

ein großer Orang-Utan sitzt auf dem Ast eines Urwaldbaumes, die roten Haare stehen ihm zu Berge Der Tapanuli-Orang-Utan hat krauseres Fell als seine Verwandten (Bild: Wikimedia/Tim Laman (CC-BY 4.0))

Bisher waren sich die Biologen einig: In Indonesien leben zwei verschiedene Arten von Orang-Utans – eine auf der Insel Borneo, eine auf Sumatra. Jetzt fanden Experten heraus: Es gibt noch eine dritte Art dieser roten Menschenaffen. Und das ist eine echte Sensation.

„Man findet nicht jeden Tag eine neue Art von Menschenaffen“, sagt Michael Krützen von der Universität Zürich. „Diese Entdeckung ist sehr aufregend.“ Krützen ist Biologe und war bei der Entdeckung dabei. Die neue Art heißt Tapanuli-Orang-Utan, so wie die Region, in der sie lebt.

In den dichten Bergwäldern im Norden von Sumatra blieben diese „Waldmenschen“, das bedeutet Orang-Utan, den Forschern lange verborgen. Die Tiere leben in den Kronen der Baumriesen und klettern nur selten herab. Schon in den 1930-er Jahren gab es zwar Berichte von Augenzeugen über diese Tiere, doch niemand hielt sie für eine eigene Art. Auch 60 Jahre später noch nicht, als sich die Forscher näher mit den Tapanuli-Orang-Utans beschäftigten. Sie stellten fest, dass sich die Tiere anders verhielten als die bekannte Art weiter im Süden. Und auch das rostrote Fell war etwas krauser. Auch im Erbgut gab es Unterschiede. Doch ob diese ausreichten, um von einer neuen Art zu sprechen, konnte damals noch keiner sagen.

Erst als sie das Skelett eines getöteten Tapanuli-Orang-Utans fanden und das Erbgut genau untersuchen konnten, waren sie sicher: Sie sind eine eigene Menschenaffenart.

Kaum entdeckt – und schon in großer Gefahr

Die Biologen sind besorgt, dass die neu entdeckten Orang-Utans schon bald aussterben könnten. Denn es leben nur knapp 800 Tiere in den Tapanuli-Wäldern. Gefahr droht von Wilderern und geplanten Staudämmen, die große Teile ihres Lebensraumes zerstören würden. „Wenn nur 8 von 800 Tieren pro Jahr getötet werden, können sie nicht überleben“, so die Forscher.

Deshalb muss der Tapanuli-Wald unbedingt geschützt werden.

 

15. September 2017

SOS für Antilope, Heuschrecke und Tausendfüßler

Antilope steht vor Büschen im hohen Gras Der Bergriedbock ist stark gefährdet. In den letzten 15 Jahren hat sich der Bestand dieser Antilope halbiert (Bild: David Mallon)

Was haben die Riesen-Elenantilope, die Rumpelstilzchen-Zwergheuschrecke und der zirpende Riesenkugler gemeinsam? Sie „kletterten“ auf der Roten Liste der bedrohten Arten allesamt nach oben. Jedes Jahr im September rechnet uns die Weltnaturschutzunion IUCN vor, wie viele Tier- und Pflanzenarten bedroht sind.

Herden von springenden Antilopen gehören für uns zum Bild von Afrika. Unvorstellbar, dass es diese Tiere einmal nicht mehr geben könnte. Doch jetzt können wir uns da nicht mehr so sicher sein: Fünf Antilopen-Arten sind inzwischen gefährdet, darunter die Riesen-Elenantilope, die größte Antilope der Erde. „Sie wird wegen ihres Fleisches gewildert, selbst in Schutzgebieten“, sagt der Antilopen-Experte der IUCN. Außerdem: Felder, Siedlungen und Straßen engen ihren Lebensraum immer weiter ein.

Die Zerstörung der Natur durch den Menschen ist übrigens der Hauptgrund dafür, dass die Erde immer mehr Arten von Tieren und Pflanzen verliert.

Mehr als ein Drittel der Arten sind gefährdet

Experten haben in diesem Jahr 87.967 Tier- und Pflanzenarten untersucht. Das ist zwar nur ein sehr kleiner Teil der 1,8 Millionen Arten, die bis heute wissenschaftlich erfasst und beschrieben sind. Das Ergebnis der Untersuchung aber ist alarmierend: Die Forscher fanden 25.062 Tier- und Pflanzenarten, die in ihrem Bestand bedroht sind. Damit sind mehr als ein Drittel von ihnen in Gefahr, eines Tages ganz auszusterben.

Die Rote Liste

Von unseren Tier- und Pflanzenporträts (unter der Rubrik Wissen) wisst ihr vielleicht, dass die Rote Liste in mehrere Gruppen aufgeteilt ist:

nicht gefährdet * möglicherweise (potentiell) gefährdet * gefährdet * stark gefährdet * vom Aussterben bedroht * in der Natur ausgestorben * ausgestorben

Auf Madagaskar fanden die Forscher gleich mehrere Tierarten, die kurz vor dem Aussterben stehen. Dazu gehören sieben der nur auf dieser Insel lebenden 71 Heuschreckenarten – zum Beispiel die Rumpelstilzchen-Zwergheuschrecke, die nicht fliegen, sondern nur hüpfen kann. Auch den zirpenden Riesenkugler wird es vielleicht bald nicht mehr geben. Er sieht zwar aus wie eine Schnecke, ist aber ein Tausendfüßler. 27 der 145 Tausendfüßler-Arten Madagaskars sind inzwischen vom Aussterben bedroht.

Was ist an Madagaskar so besonders?

Madagaskar ist die viertgrößte Insel der Erde und liegt vor der Ostküste Afrikas. Vor 150 Millionen Jahren wurde sie von Afrika getrennt. Dadurch konnten sich auf Madagaskar viele Tier- und Pflanzenarten entwickeln, die es nur dort und sonst nirgends auf der Erde gibt. Weil auf Madagaskar die Regenwälder abgeholzt werden, verschwinden mit ihnen auch viele Tiere und Pflanzen für immer.

Das ist sowieso das große Problem mit sogenannten endemischen (einheimischen) Arten, also solchen, die es nur in einem einzigen Land oder in einer begrenzten Region gibt: Sterben sie dort aus, verschwinden sie ganz von der Erde. So ging es zum Beispiel der Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus, die nur auf dieser Insel im Indischen Ozean lebte. Jetzt ist sie ausgestorben.

Die Mahnung an uns alle

„Wir Menschen scheuchen mit unserem Verhalten die Arten so schnell an den Rand des Abgrunds, dass es für Umweltschützer fast unmöglich ist, den Niedergang in Echtzeit zu dokumentieren", sagte IUCN-Generaldirektorin Inger Andersen. „Wir müssen dringend handeln, damit das Überleben der Arten und unsere eigene Zukunft gesichert werden."

Die gute Nachricht: Umweltschutz rettet Tiere und Pflanzen

Auf der Insel Rodrigues, die zu Mauritius im Indischen Ozean gehört, wurde der nur dort lebende Rodrigues-Flughund vor dem Aussterben gerettet: Sein Lebensraum wurde aufgeforstet und steht nun unter Schutz, die Jagd auf ihn ist streng verboten und die Bevölkerung wurde über die Bedeutung dieser seltenen Flughunde aufgeklärt. All das hat ihnen geholfen, sich wieder zu vermehren.

29. August 2017

Eure Spenden haben seinen Wald gerettet!

Ein junger Orang-Utan klammert sich an einen Ast in der Blätterkrone eines Baumes Der gerettete Wald kommt auch den Orang-Utans zugute. (Bild: RFF)

Schon zum zweiten Mal konnten wir unserem Partner in Sabah auf Borneo einen Scheck überreichen – über 500 Euro! Mit dem Geld wird ein Stück Wald vor der Abholzung bewahrt, in dem Orang-Utans, Elefanten und viele andere Tiere leben. Danke an alle, die geholfen haben!

Eigentlich wollte der Landbesitzer Palmölplantagen pflanzen und dafür Regenwald abholzen. Das konnten unsere Partner zum Glück verhindern: Sie kauften ihm 60.000 Quadratmeter Wald ab, weitere 120.000 Quadratmeter sollen folgen. „Diese Waldstücke sind ein Teil des Korridors zwischen zwei Schutzgebieten“, sagt unser Partner in Sabah. Der Waldkorridor wird dringend gebraucht für die Wanderwege der Zwergelefanten. Und natürlich als Lebensraum von Orang-Utans, Malaienbären und vielen anderen Tieren in Sabah.

„Seit 2011 arbeiten wir an diesem Waldkorridor, kaufen kleine, noch gesunde Waldstücke dazu oder forsten beschädigten oder gerodeten Wald wieder auf. Ein anderer Besitzer hat uns sogar 23 Quadratkilometer Wald umsonst überlassen. Aber leider denken nicht alle so.“

Deshalb sammeln wir weiter Spenden – und so wächst Stück für Stück und Baum für Baum ein großes Regenwaldgebiet wieder zusammen.

Link zur Spendenaktion

3. Juli 2017

Schon wieder: Wir sind ausgezeichnet!

Was wie Eigenlob klingt, ist Anerkennung von „ganz oben“: Die Vereinten Nationen haben Abenteuer Regenwald zum zweiten Mal als „UN-Dekadenprojekt für biologische Vielfalt“ geehrt. Diese Auszeichnung können Projekte erhalten, die dazu beitragen, die Artenvielfalt der Erde zu bewahren. Wir freuen uns – dieser Preis gilt auch euch.

Tragen Vegetarier und Veganer auch zur Regenwaldabholzung bei? Woher wissen Orang-Utans, was gegen Krankheiten hilft? Ist der Verzehr von Palmöl auch für Menschen bedenklich?

Das sind eure Fragen – und nur drei von vielen, die wir regelmäßig auf unserer Website veröffentlichen und für alle beantworten. Dieser Fragen-Antwort-Bereich gehört zu den neueren Ideen, mit denen wir Abenteuer Regenwald für euch noch informativer, noch spannender gestalten. Und die euch weiter dazu anspornen sollen, selbst etwas zu tun für die Bewahrung der Regenwälder und auch für die Natur um euch herum.

Das scheint uns zu gelingen, denn die Besucherzahlen auf unserer Website sind im Laufe der Jahre gestiegen: Rund 40.000 Nutzer klicken Abenteuer Regenwald jeden Monat an, genauso viele von euch lesen regelmäßig unseren Newsletter, ihr beteiligt euch an unseren Petitionen, sammelt Spenden und schreibt uns von euren Aktionen zum Schutz der Wälder und ihrer Bewohner.

Für all das und die Weiterentwicklung von Abenteuer Regenwald wurden wir von den Vereinten Nationen nun zum zweiten Mal ausgezeichnet. Die Begründung der Jury: Abenteuer Regenwald gelingt es, jungen Menschen die Bedeutung der tropischen Regenwälder nahe zu bringen und ihnen zu zeigen, wie sie mithelfen können, den Regenwald mit seiner Vielfalt an Tieren und Pflanzen zu bewahren.

Deshalb gehört der Preis auch euch – und wir sagen danke! Und hoffen, dass ihr weiterhin so zahlreich mitmacht.

Das UN-Dekadenprojekt

Im Jahr 2011 riefen die Vereinten Nationen (UN) das „UN-Jahrzehnt der Biologischen Vielfalt“ aus. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein in der Bevölkerung stärken. Bis 2020 werden Projekte ausgezeichnet, die dazu beitragen, dass die Artenvielfalt auf der Erde bewahrt bleibt.

Die erste Auszeichnung überreichte uns Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks am 23. April 2015 in Berlin.

7. Juni 2017

Kampf gegen Plastikmüll im Ozean: Forscherin entdeckt Plastik fressende Raupe

 Plastik fressende Raupe Große Wachsmotte: Schädling für die Bienen – aber ein Segen für die Meere? (Bild: César Hernández / CSIC)

Jeder kennt die kleine Raupe Nimmersatt – die sich jeden Tag durch Obst frisst, jeden Tag ein Stück mehr. Nun hat eine spanische Forscherin zufällig eine Raupe entdeckt, die auf Plastik steht: Sie beobachtete die Raupenart dabei, wie sie eine Plastiktüte nicht nur durchlöcherte, sondern regelrecht auffraß.

Wie sie darauf kam? Die Forscherin ist privat Hobby-Imkerin, die Larven in ihrem Bienenstamm entdeckt hatte, die sich von Pollenresten ernährten. Die Würmer seien, wie sie sagt, für Imker „wie die Pest“. Genervt warf sie die Larven in eine Plastiktüte – und kurze Zeit später hatten sich die Larven herausgefressen und die Tüte war voller Löcher.

Die Wissenschaftlerin war fasziniert und erforschte die Würmer zusammen mit ihren Kollegen. Dabei stellten sie fest, dass die gefundenen Raupen der Großen Wachsmotte (Galleria mellonella) Plastik schneller abbauen können als Experten bisher glaubten. Jedenfalls gab es noch keine entsprechenden Forschungsberichte.

Im Moment sind die Wissenschaftler noch weit davon entfernt, das globale Müllproblem zu lösen, aber der Fund ist ein Durchbruch auf der Suche nach einer Lösung für bereits vorhandenen Müll in den Weltmeeren.

1. Juni 2017

Schokocreme kann krank machen

Brot mit Schokocreme Palmöl, zum Beispiel in Schokocreme, kann krebserregend sein. (Bild: istock/filipfoto // Montage: Abenteuer Regenwald)

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Palmöl der Gesundheit schaden und sogar Krebs auslösen kann. Schuld sind Giftstoffe, die bei der industriellen Verarbeitung des Öls entstehen. Jetzt haben Experten erneut 15 Nuss-Nougat-Cremes getestet und fanden in vielen Produkten hohe Schadstoffwerte. Aber es gibt eine Lösung: Palmölfreie Schokocreme. Seht hier unseren Schokocreme-Geschmackstest mit Rezept im Video!

2016 hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) eine Studie über die gesundheitsschädlichen Stoffe im Palmöl veröffentlicht. Die Experten betonten, dass vor allem Säuglinge gefährdet sind, denn selbst Baby-Nahrung enthält die giftigen Stoffe.

Eigentlich sind aber alle Menschen gefährdet, die viele palmölhaltige Produkte essen. Denn das billige Öl steckt in jedem zweiten Supermarktprodukt. Wir verzehren es vom Frühstück bis zum Abendessen, oft ohne es zu wissen: Nuss-Nougat-Creme, Crunchmüsli, Margarine, Fertiggerichte, Wurstwaren, Gebäck, Speiseeis, Süßigkeiten und vieles mehr enthalten sehr häufig Palmöl.

Verbraucherschützer in Österreich wollten es genau wissen: Sind Schokocremes immer noch so hoch belastet wie im letzten Jahr? Oder haben die Hersteller auf die Warnungen der Experten gehört und reagiert? Die Antwort: Leider nein!

Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AKOÖ) hat nun also 15 Nuss-Nougat-Cremes auf gesundheitlich bedenkliche Stoffe untersuchen lassen. Das Ergebnis: In allen 15 Brotaufstrichen wurden krebserregende Fettschadstoffe gefunden, wenn auch in sehr unterschiedlichen Mengen. Testsieger war das einzige Produkt ohne Palmöl. Einige Cremes enthielten eine Mischung aus Palmöl und anderen Ölen. Nutella wird ausschließlich mit Palmöl hergestellt, war aber nicht das Schlusslicht in der Liste.

Zu den Schadstoffen gehören zum Beispiel sogenannte Glycidyl-Fettsäureester und Glycidol, die laut EFSA wahrscheinlich Krebs verursachen und das Erbgut schädigen.

Die Gifte entstehen, wenn ein Pflanzenöl bei der Verarbeitung exrem erhitzt wird, über 200 Grad. Man spricht dann von raffiniertem Pflanzenöl. Die Schadstoffe findet man also in allen erhitzten Speiseölen, nicht nur im Palmöl, sondern auch im Sonnenblumenöl, Rapsöl und Olivenöl. Allerdings ist bei keinem Pflanzenöl die Menge der einzelnen Schadstoffe so hoch wie bei Palmöl. Den weitaus geringsten Wert findet man im Olivenöl, aber auch Raps- und Sonnenblumenöl sind noch unbedenklich.

Wird ein Pflanzenöl kalt gepresst, entstehen gar keine Schadstoffe. Den Begriff „kalt gepresst“ findet man auf dem Etikett.

Bis heute gibt es für die Schadstoffe keine gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte in Lebensmitteln. Das fordern Verbraucherschützer seit langem.

Unser Tipp: Nuss-Nougat-Creme ohne Palmöl kaufen – welche am besten schmeckt, erfahrt ihr in unserem Schokocreme-Test. Noch besser: selbst machen – wir zeigen euch im Video, wie!.

Quellen:
Nuss-Nougat-Cremes im Test: Alle Proben mit gesundheitlich bedenklichen Stoffen: https://ooe.arbeiterkammer.at/service/testsundpreisvergleiche/tests/Nuss-Nougat-Cremes_auf_dem_Pruefstand.html

- Nuss-Nougat-Cremes - Reihenfolge nach Mengen der gesundheitlich bedenklichen Substanzen
https://media.arbeiterkammer.at/ooe/KI_2017_T_Nuss-Nougat-Cremes.pdf

- EU besorgt über krebserregende Babynahrung
http://www1.wdr.de/wissen/mensch/palmoel-krebs-babynahrung-100.html

24. Mai 2017

Recyclingpapier Plakat-Wettbewerb: Die Gewinner

Recyclingpapier Poster Kunstschule Wandsbek Die Gewinner-Poster – sie zeigen dramatisch, wie wichtig dein Einfluss ist.

Die Vorurteile über Recyclingpapier-Produkte halten sich hartnäckig, obwohl die meisten davon Quatsch sind. Recycling-Klopapier kratzt und recyceltes Druckerpapier schmiert? Alles überholt. Doch weil sich der Gedanke hält, dass Recyclingprodukte uncool seien, kommt es, dass täglich 270.000 Bäume nur für Hygienepapier gefällt werden.

Um darauf aufmerksam zu machen, dass Recyclingpapier-Produkte gar nicht uncool sind, haben wir einen Plakatwettbewerb mit Studenten der Hamburger Kunstschule Wandsbek gemacht. Sie zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie der Lebensraum von bedrohten Tierarten bedroht wird, nur damit unser Papier reinweiß ist.

Die vorgestellen Plakate aus dem Wettbewerb haben uns stark beeindruckt und sollten jeden überzeugen, dass Recyclingpapier einfach die bessere Wahl ist! Alle Gewinnermotive können ab sofort auf unserer Website heruntergeladen werden. Zu den Recyclingpapier-Poster-Downloads

Vielen Dank an alle Studenten, die mitgemacht haben!

2. März 2017

Logo-Entwürfe der Kunstschule Wandsbek

Logoentwürfe für Abenteuer Regenwald von Studenten der Kunstschule Wandsbek Unsere Favoriten – die Designer Albers/Quellhorst/Schaarschmidt (Chamäleon), Benita/Katrin/Janice (Faultier), Drüsedau/Leiste/Pusch/Mendes (Baumsteigerfrosch).

Studentinnen und Studenten der Kunstschule Wandsbek haben für Abenteuer Regenwald Entwürfe für ein neues Logo gemacht. Dabei sind richtig schöne Entwürfe entstanden – welches gefällt euch am besten? Schickt uns eine E-Mail an info@abenteuer-regenwald.de.

Wir finden besonders unsere Favoriten im oberen Bild total schön und freundlich. Außerdem haben die Künstlerinnen und Künstler für uns herausragende Plakate zum Thema Recyclingpapier gestaltet – die stellen wir euch im nächsten Newsletter Anfang April vor.

Alle Logo-Entwürfe findet ihr hier:

28. Februar 2017

Erste Spende für neuen Wald übergeben

 Übergabe des Spendenschecks für neuen Wald für bedrohte Tiere Unsere erste Spendenübergabe für neuen Wald für bedrohte Tiere – weitere folgen!

Mit eurer Hilfe konnten wir schon Ende Januar einen Scheck über 150 Euro an unseren Partner überreichen, der sich in Sabah auf Borneo um die Aufforstung der Regenwälder und den Schutz der Wildtiere kümmert.

Danke an alle, die uns dabei geholfen haben. Der Betrag reicht für den Kauf von 20 Baumsetzlingen, die auf zerstörten Waldgebieten angepflanzt und fünf Jahre lang gepflegt werden. Die einheimischen Förster haben sich vor allem für wilde Fruchtbaumarten entschieden. So finden zum Beispiel Orang-Utans, Malaienbären und viele andere Tiere, die sich von Früchten ernähren, wieder mehr zu fressen.

Wir sammeln weiter – damit der Regenwald in Sabah wieder wächst und Elefanten, Bären und Affen sicher und geschützt leben können. Und vielleicht fängt eine der Kameras ja auch bald mal eins der so seltenen Nashörner ein...

Link zur Spendenaktion

21. Februar 2017

Dein Handy für den Gorilla – wir haben eure alten Geräte eingeschickt

 Die zoologische Gesellschaft Frankfurt packt eure Handys aus Eure Handys landen bei den Gorilla-Forschern. (Bild: Jeldrik Schröer / ZGF)

Weil in kaputten und ausgedienten Handys wertvolle Rohstoffe schlummern, die nicht in eurer Schublade begraben bleiben sollten, haben wir euch aufgerufen, uns eure ausgedienten Handys zu schicken. Die haben wir jetzt zur Wiederverwertung an die Zoologische Gesellschaft Frankfurt weitergeleitet – und wie ihr auf dem Foto sehen könnt, haben sie sich sehr über das volle Handy-Paket gefreut! Die Mobiltelefone werden jetzt zum Recycling gebracht, und das Geld dafür geht in den Schutz der bedrohten Gorillas. Super Sache, oder?

Klickt hier, um mehr zu erfahren

Hier findet ihr alles über die Aktion bei der Zoologischen Gesellschaft Franktfurt

18. Februar 2017

Unsere neuen Flyer und Poster sind da!

Unser stellvertretender Vereinsvorsitzender Jan hält lachend unsere neuen Materialien in die Kamera Jan, der stellvertretende Vorsitzende unseres Vereins, freut sich sehr über die neue Lieferung

Unser beliebtes Infomaterial zum Thema Fleisch, Soja und Massentierhaltung war restlos von euch bestellt worden – jetzt ist eine neue Lieferung eingetroffen. Das Poster und der Flyer, die natürlich auf Recyclingpapier gedruckt sind, enthalten die aktuellen Zahlen.

Hier könnt ihr Flyer, Poster und noch weiteres Infomaterial bestellen. Für eine kleine Spende verschicken wir das Material kostenlos.

Die Materialien wurden mit freundlicher Unterstützung der Umweltdruckerei gedruckt, die das Material super findet.

16. Dezember 2016

Unser Jahr 2016

Ein Orang-Utan-Junges liebkost seine Mutter

Vor einem Jahr hat sich Abenteuer Regenwald selbstständig gemacht – und finanziert sich seitdem auch selbst. Wir waren gespannt, wie sich unsere Website weiter entwickelt. Und freuen uns nun, euch die wichtigsten Ereignisse noch einmal vorzustellen:

  1. Über 200 Schüler und Lehrer haben bei uns Infomaterial für ihre Regenwaldprojekte, Referate oder zum Auslegen bestellt. Neue Flyer sind gerade im Druck. Wenn du auch Infomaterial brauchst, kannst du es hier bestellen.
  2. Fast eine halbe Million Menschen haben unsere Website besucht, noch mehr als im letzten Jahr. Wir sind mittlerweile in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz bekannt. Darauf sind wir sehr stolz!
  3. Wir haben das erste Mal als eigener Verein Spenden erhalten. Wie aufregend! Bis wir große Sprünge machen können, wird es sicher noch eine Weile dauern. Zum Beispiel bis wir Mitarbeiter ab und zu bezahlen oder mehr Infomaterial bereit stellen können. Wenn du auch für unsere Arbeit spenden möchtest, kannst du das hier tun. Vielen Dank!
  4. Unser erstes Spendenprojekt in Sabah auf Borneo läuft an! Dort wird neuer Wald für bedrohte Tiere gepflanzt. In den nächsten Wochen übergeben wir die erste Spende und berichten dann wieder über Malaienbären, Orang-Utans – und ob vielleicht schon das seltene Sabah-Nashorn zurückgekehrt ist...
  5. Für das bedrohte Schuppentier, auch Pangolin genannt, wurde dieses Jahr während der Riesenerfolg für das SchuppentierInternationalen Artenschutzkonferenz in Johannesburg der strengste Schutz beschlossen. Das ist Rettung in letzter Sekunde! Denn kein Säugetier der Welt wird so häufig gejagt und geschmuggelt wie das Schuppentier. Wir hatten eine Online-Petition zum Schutz dieser Urzeittiere gestartet und immer wieder für ihren Schutz geworben.

Auf in ein neues Jahr mit noch mehr Erlebnissen!

15. Oktober 2016

Riesenerfolg für das Schuppentier

Vom Aussterben bedrohtes Pangolin bzw. Schuppentier Pangoline sind kaum bekannt – und doch stark bedroht (Bild: Rare & Endangered Species Trust)

Wir freuen uns sehr: Die Mitgliedsstaaten der Weltartenschutzkonferenz (CITES) haben Ende September in Johannesburg höchsten Schutz für das Schuppentier beschlossen. Damit wird der kommerzielle Handel mit allen acht Arten vollständig verboten.

Kein Säugetier der Welt wird so häufig gejagt und geschmuggelt wie das Schuppentier, auch Pangolin genannt. Die Weltnaturschutzbehörde IUCN schätzt, dass in den letzten zehn Jahren eine Million Tiere gefangen und getötet wurden – obwohl die Jagd auf Pangoline und der Handel mit diesen Tieren, ihrem Fleisch und ihren Schuppen schon jetzt in vielen Ländern verboten beziehungsweise stark limitiert sind.

Die Entscheidung der Delegierten der mehr als 180 CITES-Mitgliedsstaaten, alle acht Pangolin-Arten komplett unter Schutz zu stellen, kommt also buchstäblich in letzter Minute. In Asien, wo vier der acht Arten beheimatet sind, ist die Zahl der Tiere schon so starkt geschrumpft, dass verstärkt Pangoline aus Afrika importiert werden. Auf beiden Kontinenten gilt das Fleisch der Säugetiere als Delikatesse, die Schuppen sollen heilende bzw. potenzsteigernde Wirkung haben.

Erfahre alles über Pangoline auf unserer Pangolin-Seite.

13. September 2016

Gorillas in Not

Ein Gorilla im Regenwald Gorillas gehören zur Familie der Primaten, zu der neben Orang-Utans und Schimpansen auch der Mensch zählt (Bild: flickr / weesam2010 (CC-BY-NC SA 2.0))

„Es ist wirklich schmerzlich, einen unserer engsten Cousins in Richtung Ausrottung gleiten zu sehen", sagte Inger Andersen Anfang September 2016 vor einem großen Publikum auf der amerikanischen Insel Hawaii. Mehr als 8.000 Vertreter aus 184 Ländern nahmen dort an der weltgrößten Naturschutzkonferenz teil. Inger Andersen ist Generaldirektorin der Weltnaturschutzorganisation IUCN, und was sie zu sagen hatte, ist eine Tragödie: Mit dem Östlichen Gorilla ist nun auch der größte Menschenaffe vom Aussterben bedroht. Damit stehen die afrikanischen Primaten gemeinsam mit ihren asiatischen Verwandten, den Orang-Utans, auf der höchsten Gefährdungsstufe der Roten Liste für bedrohte Arten.

Der Östliche Gorilla teilt sich in zwei Unterarten, und beide sind betroffen: Der Östliche Flachlandgorilla lebt ausschließlich im Osten der Demokratischen Republik Kongo; von ihm wurden 2015 nur noch 3.800 Tiere gezählt. Der Berggorilla bewohnt die Gebirgswälder im Ostkongo und im Nachbarland Uganda mit insgesamt 880 Tieren.

„Die Rote Liste zeigt, wie wir einige unserer engsten Verwandten ausrotten“, sagte Inger Andersen. Schuld seien vor allem die Jagd, der Verlust ihres Lebensraumes und die langen Bürgerkriege im Ostkongo. Durch sie ist die Anzahl der Östlichen Gorillas in den letzten 20 Jahren um 70 Prozent zurückgegangen.

Was können wir tun?

Ein paar Tipps haben wir für euch zusammengetragen – auch aus traurigem Anlass: Im Juli 2016 hat die IUCN den Borneo-Orang-Utan ganz oben auf die Rote Liste der vom Aussterben bedrohten Arten gesetzt. Der Sumatra-Orang-Utan stand dort schon.

Die Rote Liste umfasst derzeit 82.954 Tier- und Pflanzenarten – eingestuft von „nicht gefährdet“ bis „ausgestorben“. Vom Aussterben bedroht sind 23.928 Arten. Allerdings gebe es viel mehr Arten, als von der Roten Liste erfasst würden, sagte Henrique M. Pereira vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (Halle/Leipzig). Der Wissenschaftler fordert ein Frühwarnsystem für unsere Artenvielfalt.

28. August 2016

500 Euro Spende für Abenteuer Regenwald

Im Namen des Regenwaldes bedanken wir uns herzlich für die großzügige Spende!

Bereits im März haben wir darüber berichtet, dass die Firma olifu GmbH ein Puzzle-Spiel erfunden hat, mit dem man auf große Dschungelreise gehen kann. Es soll Kindern und Schülern die Bedeutung der Regenwälder zeigen – so wie Abenteuer Regenwald es auch tut.

Ab dann wurde für jedes verkaufte Puzzle 1 Euro für uns gespendet. Im August 2016 war es nun so weit: Die Firma olifu hat uns feierlich einen Scheck über 500 Euro für unsere Arbeit überreicht.

Wir freuen uns sehr über diese großzügige Spende und bedanken uns auch im Namen des Regenwaldes!

14. Juli 2016

Orang-Utan, Walhai und Hammerhai vom Aussterben bedroht

Zwei Orang-Utans küssen sich in den Baumwipfeln Orang-Utans wurden Anfang Juli 2016 auf der "Roten Liste" als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Wie ähnlich sie uns sind, sieht man auch an diesem Beispiel der zwei sich küssenden Orang-Utans.

Die Weltnaturschutzunion hat Anfang Juli Orang-Utans auf ihrer Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Auch Walhaie und Hammerhaie sind stark vom Aussterben gefährdet. Grunde dafür sind Palmölplantagen und Überfischung.

Sie küssen sich, benutzen selbst gefertigte Werkzeuge und kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Die roten Menschenaffen sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere der Erde. Doch Experten sind in Sorge um sie: Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat den Borneo-Orang-Utan als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Das ist die höchste Stufe vor „in der Natur ausgestorben“.

Außerdem wurden auch Walhaie und Flügelkopf-Hammerhaie wegen stark schrumpfender Vorkommen als „stark gefährdet“ eingestuft. „Es ist alarmierend zu sehen, wie diese symbolhaften Tierarten dem Aussterben entgegen gehen“, erklärte Jane Smart, Direktorin des IUCN-Artenprogramms.

Die Hauptgründe für die Gefährdung der Orang-Utans sind Abholzung der Regenwälder für Palmölplantagen, die Papierproduktion und illegale Jagd. Derzeit leben nur noch etwa 15.000 bis 44.000 Orang-Utans auf Borneo, zu Beginn der 1990er Jahre lebten dort noch etwa 150.000 „Waldmenschen“. Da Orang-Utans sich zudem nur sehr langsam fortpflanzen – sie bekommen nur etwa alle 6–8 Jahre Nachwuchs – kann sich der Bestand nur schwer erholen.

Was kannst du für den Schutz der Orang-Utans tun?

  • Erzähle anderen davon, warum Orang-Utans so schützenswert und doch so stark gefährdet sind.
  • Verzichte, wo immer möglich, auf Produkte die Palmöl enthalten. 
  • Bitte deine Eltern, kein Biodiesel oder E10 zu tanken, da hier ebenfalls viel Palmöl enthalten ist.
  • Verwende Produkte aus Recyclingpapier.

30. Juni 2016

Dein ganz persönlicher Regenwald-Sommer

Mit Freunden machen Ausflüge und Aktionen noch mehr Spaß (Bild: flickr/intrepidflame CC BY-NC 2.0)

Sommer, Freizeit, Eis schlecken – und endlich beginnen die großen Ferien. Sechs Wochen schulfrei und Zeit für spannende Unternehmungen. Hier unsere ultimativen Tipps für tropische Ferien:

Abenteuer Regenwald im Sealife (Bild: SeaLife Timmendorfer Strand)

1) Freizeit-Tipps

Geh' doch mal auf eine Regenwald-Expedition. In vielen botanischen Gärten und Zoos gibt es Tropen-Aquarien und -Häuser mit Führungen und Aktionen. Besonders aufgefallen sind uns die „Biosphäre Potsdam“, die „Expedition Dschungel“ im Sealife Hannover oder „Abenteuer Regenwald“ im Sealife Timmendorfer Strand und der allmählich heranwachsende Regenwald im Forschungsmuseum König in Bonn. Außerdem gibt es das „Tropen-Aquarium“ im Hagenbeck's Tierpark in Hamburg. Aber bestimmt gibt es auch bei dir in der Nähe Tropisches zu entdecken.

Im Baumwipfelpfad die Welt von oben sehen (Bild: baumwipfelpfad-schwarzwald.de)

Nicht ganz tropisch, aber trotzdem diesem sehr nah ist der Besuch eines Baumwipfelpfads – in luftiger Höhe gleichauf mit den Baumkronen die Natur erleben! Es gibt zum Beispiel den Baumwipfelpfad Bayerischer Wald, Schwarzwald, in Bad Harzburg oder im Steigerwald. Dort gibt es spannende Erlebnisführungen, du kannst Fledermäusen auf die Spur gehen und vieles mehr. Nur für schwindelfreie Besucher :-)

Regenwald selber basteln

Falls du in Leipzig oder in der Nähe wohnst oder vielleicht mal hinfährst, kannst du dort ein ganz besonderes Tier entdecken, das in keinem anderen europäischen Zoo lebt: einen Pangolin, genaugenommen ein Pangolin-Paar. Warum diese ziemlich skurril aussehenden Wesen bei uns kaum bekannt und in großer Gefahr sind, erfährst du in unserem neuen Tierporträt.

2) Aktionen

Selbstgemachtes Eis rockt!

Wenn keine der Freizeit-Tipps in deiner Nähe sind, kannst du dir selbst Dschungel-Atmosphäre erschaffen. Bastel- und Malanleitungen für Tiger, Elefanten, Tapire, Pangoline und viele andere Urwaldtiere findest du hier.

Damit kannst du, wenn du Lust hast, auch gleich einen Info-Stand aufbauen und schmücken. Wenn du dafür Flyer, Buttons oder Unterschriften-Listen brauchst, schreib uns einfach. Wir geben dir auf unserer Seite über eure Aktionen auch Tipps, was du bei einem eigenen Info-Stand bedenken musst oder wie du sonst Spenden sammeln kannst – zum Beispiel mit einem Kuchenbasar, einem Flohmarkt….

Übrigens: Mit deinen Freunden macht so eine Aktion natürlich viel mehr Spaß. Wie wär’s, wenn du sie mit selbstgemachtem Eis ohne Palmöl zum Mitmachen überredest? Hier geht’s zu unserem Rezept. Oder du lädst sie zum Grillen ein. Auch dabei kann man gleichzeitig den Regenwald schonen: mit Grillkohle aus Olivenkernen und veganen Würstchen, die wir im Geschmackstest für euch probiert haben. Gemüse geht natürlich auch.

26. Mai 2016

Deine Suche hilft dem Regenwald

Mit der Websuche über benefind kannst du für Abenteuer Regenwald spenden

Surfst du auf der Suche nach Informationen, Tipps und Trends gern im Internet? Wir haben eine Idee, wie du mit deiner Suche auch noch Gutes tun kannst – über die Suchmaschine Benefind. Denn Abenteuer Regenwald hat mit Benefind eine Vereinbarung: Bei jeder Web-Suche spendet Benefind ½ Cent für unseren Verein. Und dieses Geld nutzen wir dann für Projekte und Aktionen für den Regenwald. Je mehr von euch mitmachen, desto besser!

Und so geht’s:
Gehe auf die Website von Benefind. Mit diesem Link ist Abenteuer Regenwald für dich als Spendenempfänger vorausgewählt. Nutze ab jetzt immer die Suche von benefind. Du kannst die Suche auch deinem Browser hinzufügen, das macht das Suchen noch einfacher.

17. Mai 2016

Gute Nachricht für Bananen- und Kakaobauern: Fairer Handel wächst!

FairTrade (Bild: flickr/wilbertbaan (CC-BY-NC-SA 2.0))

Unsere Märkte und Supermärkte sind voll von Lebensmitteln aus Afrika, Südamerika oder Asien. Dazu gehören zum Beispiel Kaffee, Kakao, Bananen und viele andere Südfrüchte.

Doch die Bauern und Feldarbeiter, die sie anbauen, verdienen oft nicht einmal genug zum Leben. Häufig müssen deshalb auch die Kinder mitarbeiten – das beschreiben wir auch auf unserer Kakao-Seite.

Um den Bauern- und Arbeiterfamilien im Süden gerechte Löhne, gute Arbeitsbedingungen und angemessene Preise für ihre Produkte zu ermöglichen, wurde das sogenannte Fairtrade-Siegel geschaffen – das bedeutet: ein Siegel für fairen Handel.

Dieses Siegel klebt nicht nur auf Kaffee, Kakao, Bananen. Es wird auch für Baumwolle, Saft, Tee, Reis, Honig, Zucker, Wein, Schnittblumen und sogar Gold vergeben.

1,6 Millionen ErzeugerInnen und ArbeiterInnen in 74 Ländern profitieren inzwischen von Fairtrade.

Dazu tragen vor allem die Kunden bei: In Deutschland kaufen immer mehr Menschen Lebensmittel, die sozial gerecht und naturverträglich hergestellt wurden. Fairtrade und Bio sind in! So ist der Verkauf von Fairtrade-Produkten im Jahr 2015 um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dazu gehören vor allem Bananan, aber auch Kaffee, Kakao und Rosen.

10. Mai 2016

Kenia verbrennt Elfenbein – damit die Elefanten-Wilderei endlich aufhört

Lasst den Elefanten ihr Elfenbein! (Bild: flickr/Stuart Blassil)

Mit einem gigantischen Feuer am Rande des Nairobi Nationalparks hat die kenianische Regierung am 30. April die ganze Welt auf sich aufmerksam gemacht: Sie ließ 105 Tonnen Elfenbein verbrennen. Die Stoßzähne stammen von 8.000 gewilderten Elefanten und wurden während der letzten Jahrzehnte von der Naturschutzbehörde beschlagnahmt und gelagert.

Mit der bisher größten Elfenbein-Verbrennung will Kenia nicht nur auf das Schicksal der bedrohten grauen Riesen aufmerksam machen, sondern vor allem Wilderer abschrecken.

Auch eine Tonne Horn von Nashörnern wurde verbrannt.

Elefanten und Rhinos müssen sterben, weil die Gier nach Elfenbein und Horn so groß ist, besonders in Asien. Mehr dazu erfahrt ihr auf unserer Wilderei-Seite.

Experten schätzen, dass in Afrika jedes Jahr mehr als 30.000 Elefanten für ihre Stoßzähne und mehr als 1.200 Nashörner für ihre Hörner sterben müssen.

Wenn die Wilderei nicht gestoppt wird, wird es diese beiden Tierarten bald nicht mehr in Freiheit geben.

Kenia kämpft für ein weltweites Handelsverbot. Und auch China, auf dessen Märkten das meiste illegale Elfenbein landet, will die Einfuhr verbieten. Das sind gute Absichten. Hoffentlich folgen jetzt Taten.

Lies alles über Wilderei und das Leid der Tiere auf unserer Wilderei-Seite.

22. März 2016

Stück für Stück entsteht ein Regenwald

Zwei Kinder puzzeln das Regenwald Puzzle Puzzela Die neun Puzzles, die ein großes Regenwald-Bild ergeben, haben unterschiedliche Schwierigkeitsgrade

Die Firma olifu hat ein Puzzle-Spiel erfunden, mit dem schon die Kleinen auf große Dschungelreise gehen können. Mit jedem bunten Puzzle-Teil tauchen sie in den Urwald ein, entdecken im Baumriesen einen blauen Ara, bemerken ein Faultier im Geäst und begegnen im Gehölz emsigen Termiten. Und wenn sie weiter forschen, entsteht vor ihnen ein großer bunter Regenwald mit unzähligen Tieren und Pflanzen.

Das Puzzle besteht aus insgesamt neun Bildern, die sich jeweils aus 3 bis 16 Teilen zusammensetzen – mal drei- oder viereckig, mal in Wellenform. Zu den einzelnen Bildern gibt es kleine Geschichten zu Tieren und Pflanzen.

Die Puzzle-Teile sind aus Birkenholz, schön verpackt in einer gelben Holzkiste. Mit jedem verkauften Puzzle spendet die Firma 1 Euro an Abenteuer Regenwald.

Bestellen kann man es telefonisch bei olifu Gmbh, Telefon: +49 6401 22850. Oder per E-Mail: info@olifu.com

12. Oktober 2015

Große Bühne für die Elefanten

Elefantenaktion in Hamburg: Fiktive Jäger wildern Kinder, die sich als Elefanten verkleidet haben Theater in Hamburg: Verkleidete Wilderer „erschießen“ Kinder mit Elefanten-Masken, um auf das Leid der gewilderten Tiere aufmerksam zu machen

Schüsse in der Hambuger Innenstadt, Elefanten brechen auf der Straße zusammen, Wilderer rauben ihnen die Stoßzähne – und werden dann selbst überwältigt. Dazwischen erzählt eine Lautsprecher-Stimme, worum es geht: „Alle 15 Minuten wird ein afrikanischer Elefant für sein Elfenbein getötet. Wenn wir nicht sofort handeln, wird es in 15 Jahren in Afrika keine freilebenden Elefanten mehr geben. Das geschmuggelte Elfenbein geht vor allem nach China. Die Regierung muss den Handel verbieten – bitte unterschreiben Sie unsere Petition.“

Die Stimme gehört unserer Mitarbeiterin Lea, die Elefanten sind Kinder mit selbst gebastelten Masken. Und ein paar Männer haben sich freiwillig als Wilderer verkleidet.

Das Open-Air-Spektakel fand in Rufweite des Hamburer Rathauses statt und sollte die Passanten auf das Leid der Elefanten aufmerksam machen. Danke an alle, die mitgemacht haben! Mit dabei war natürlich auch unsere Elefanten-Girlande.

Und noch zwei gute Elefanten-Nachrichten zum Schluss:

Die Präsidenten der USA und Chinas haben angekündigt, verstärkt gegen den Handel mit Elfenbein zu kämpfen. Sie haben leider nicht gesagt, ab wann und wie sie das tun wollen. Deshalb sammeln wir weiter Unterschriften und machen Aktionen.

Außerdem hat die Polizei in Tansania eine Chinesin verhaftet, die eine große Rolle im Handel mit Elfenbein spielt. Der Frau drohen 30 Jahre Gefängnis, weil sie 706 Stoßzähne im Wert von 2,5 Millionen US-Dollar geschmuggelt haben soll. Die Organisation Elephant Action League berichtet auch, dass gleich mehrere wichtige Elfenbeinschmuggler festgenommen wurden. Tierschützer hoffen nun, dass sie bestechliche Beamte und Politiker verraten.

1. Oktober 2015

Am Freitag in Hamburg: Aktion gegen Elfenbeinhandel

Weltweite Märsche gegen Wilderei und Jagd auf Elefanten, Nashörner und Löwen – am 2. Oktober 2015

Alle 15 Minuten wird ein afrikanischer Elefant für sein Elfenbein getötet.

Wenn dieser Trend sich fortsetzt, wird es schon in 10 – 15 Jahren keine freilebenden Elefanten mehr in Afrika geben.
China, Hauptimporteur des Elfenbeins, könnte das Aussterben der grauen Riesen verhindern.

Am internationalen Elefantenmarsch-Wochenende machen wir in Hamburg mit einer kreativen Protestaktion auf das Leid der Elefanten aufmerksam. Weitere Demonstrationen finden vom 2.-4. Oktober u.a. in Düsseldorf und München statt.

Wir treffen uns in Hamburg auf der Reesendammbrücke (nahe Rathaus) um 15 Uhr. Falls ihr bei Facebook seit, könnt ihr dort auch weitere Infos zum Termin und Terminen in anderen Städten lesen: Global March for Elephants

13. August 2015

Unsere Aufsehen erregende Elefanten-Parade vor der Chinesischen Botschaft in Berlin

Auf einer Brücke in Berlin halten Menschen eine meterlange Elefanten-Girlane in der Hand Auf der Kottwitzbrücke in Berlin halten Aktivisten Teile eurer 112 Meter langen Elefantenkette in der Hand. (Bild: Christine Denck)

Zum weltweiten Elefantentag am 12. August 2015 haben wir vor der chinesischen Botschaft in Berlin gegen Elfenbeinhandel demonstriert. Dabei hatten wir 150.000 Unterschriften im Gepäck. Großen Eindruck gemacht hat dabei eure Elefanten-Girlande aus dem Elefanten-Wettbewerb!

Tag für Tag werden allein in Afrika 100 Elefanten gewildert – und China ist Hauptimporteur des Elfenbeins. In der chinesischen Botschaft wollte man nicht mit uns sprechen. Aber unsere 100 Meter lange Elefanten-Girlande konnten die Botschaftsangestellten nicht übersehen, denn die Fenster ihrer Büros liegen alle zur Straße.

Die Kette aus euren bunten Papp-Elefanten wird uns nun auf allen Demos zum Schutz der Rüsseltiere begleiten. Und wir sammeln auch weiterhin Unterschriften – so lange, bis wir sie der chinesischen Regierung überreichen können.

8. Juni 2015

Wir sind die „beste Natur-Website für Kinder”

Eine Bühne, auf der das Logo vom goldenen Spatzen projiziert wird Preisverleihung des Goldenen Spatzen (Bild: Goldener Spatz)

Wir sind mächtig stolz: Bei der diesjährigen Verleihung des GOLDENEN SPATZEN, dem Preis des größten Kinder-Medien-Festivals Deutschlands, wurde Abenteuer Regenwald als beste deutsche Natur-Website für Kinder ausgezeichnet.

Eine Jury aus Internetspezialisten zwischen 9 und 13 Jahren hat uns ausgewählt und uns am 6. Juni im fast vollbesetzten Erfurter Theater den „Goldenen Spatzen“ überreicht. Mit diesem Preis wurden nun schon zum 23. Mal die besten Kinder-Medien des Jahres geehrt: Kino- und Fernsehfilme, ein Onlinespiel sowie die überzeugendsten Webseiten.

„Eure Website hat uns dazu motiviert, uns mit dem Regenwald und dem Naturschutz auseinanderzusetzen“, sagten uns die Jury-Kinder in Erfurt. „Auf der Seite wird vom Regenwald, seinen Bedrohungen, den Tieren und auch von den Pflanzen auf anschauliche und vielfältige Weise berichtet. Und ihr verbindet dieses Wissen sehr geschickt mit Spiel und Spaß.“
Die Mädchen und Jungen finden außerdem die Gestaltung von Abenteuer Regenwald sehr kreativ – und sind dankbar, dass sie ohne störende Werbung zum Ziel kommen. „Und auch unsere Fragen beantwortet ihr immer sehr schnell“.

Wir freuen uns riesig über diese Auszeichnung – immerhin haben wir uns in dem Wettbewerb um den Goldenen Spatzen gegen neun große Konkurrenten durchgesetzt.

Wir geben das Lob und den Dank an euch weiter. Denn Abenteuer Regenwald lebt auch davon, dass ihr diesen unglaublichen Lebensraum erkunden wollt und mitmacht. So können wir gemeinsam dazu beitragen, die Regenwälder der Erde zu bewahren.

Hier die Liste aller Gewinner: Website vom Goldenen Spatzen
Fotos der Verleihung bei Facebook: Bildergalerie

6. Mai 2015

Kermit lebt!

 Knallgrüner Glasfrosch auf einem Ast Der neu entdeckte knallgrüne Glasfrosch. Seinen Namen verdankt er seinem durchsichtigen Bauch

Seit 17 Jahren erkundet der US-amerikanische Biologe Brian Kubicki die Regenwälder von Costa Rica nach Amphibien. Die Frösche, sagt er, sind dort eigentlich gut erforscht. Und so war Kubicki sehr überrascht, als er im Dickicht eine ihm bisher unbekannte Art erblickte – beziehungsweise erst mal hörte.

Brian Kubicki ist 1998 von Kalifornien in das mittelamerikanische Land Costa Rica gezogen, um dort ein Forschungszentrum für Amphibien zu gründen.
Ende April 2015 durchstreifte der Biologe mit seinem Team wieder einmal die Regenwälder im Nordosten des Landes. Ein seltsames Geräusch ließ die Wissenschaftler aufhorchen, es klang wie ein Insekt. Neugierig folgten sie dem Ton – und erblickten mitten im Blattgewirr einen knallgrünen Frosch mit riesigen Augen. „Sein Ruf, ein Weibchen anzulocken, ist schon ziemlich einzigartig“, sagt Kubicki erstaunt.

Als er das Foto veröffentlichte, waren sich die Medien-Leute weltweit einig: Hier handelt es sich womöglich um einen engen Verwandten von Kermit, dem geschwätzigen Frosch aus der Muppet-Show und Sesamstraße. Dasselbe Grün, dieselben Augen!

Allerdings: Der gerade entdeckte Frosch ist nur 2,5 Zentimeter klein, und seine Haut ist fast durchsichtig. Auf der Unterseite sieht man sogar seine Organe und wie sein Herz schlägt. Er gehört zur Familie der Glasfrösche, und mit ihm kennt man in Costa Rica nun insgesamt 14 Glasfroscharten. Das letzte Mal haben Forscher 1973 einen neuen Glasfrosch entdeckt.

„Glasfrösche sind sehr empfindsam“, erzählt Brian Kubicki. „Sie können nur in intakter, sauberer Natur überleben. Dass wir hier eine neue Art gefunden haben, ist auch ein gutes Zeichen für die Natur.“ Costa Rica gehört zu den wenigen Ländern Lateinamerikas, die viel für den Schutz der tropischen Regenwälder tun.

Und wie hat Brian Kubicki seine Neuentdeckung getauft? Nein, nicht nach dem weltberühmten Puppen-Zwilling – nach seiner Mutter Diane. Wissenschaftlich korrekt: Hyalinobatrachium „dianae“.

28. April 2015

171.000 Stimmen für die Bienen

Plakat auf dem steht 171.000 Unterschriften für den Schutz der Bienen Dieses kleine Poster haben wir mit den Unterschriften überreicht – als Mahnung, die Bienen nicht zu vergessen

Die ganze Welt macht sich Sorgen um die Bienen. In diesem Winter sind allein in Deutschland fast ein Drittel der Bienenvölker gestorben. Verantwortlich dafür sind auch die giftigen Spritzmittel, die Landwirte auf den Äckern versprühen. Gegen diesen Irrsinn haben zusammen mit euch mehr als 170.000 Menschen unsere Petition unterschrieben – wir haben sie im Landwirtschaftsministerium übergeben.

Ministerialdirektor Neumann war bereits gut informiert über das Problem. Er hatte sich morgens mit Imkern getroffen, weil das Landwirtschaftsministerium eine eigene Bienenaktion ins Leben gerufen hat. Einer der Imker hat im Hof des Ministeriums zur Anschauung für ein paar Tage einen Bienenstock mit einem Volk hinterlassen. Die Bienen finden in dem mit Blütenpflanzen bewachsenen Hof genug Nektar und können auch von den Kindern der Schule nebenan beobachtet werden.

Zu unserer Forderung, dass die Insektengifte in der Landwirtschaft endgültig verboten werden müssen, wollte sich Neumann nicht äußern. Die Europäische Union hatte einige besonders schädliche Insektengifte für zwei Jahre verboten und Untersuchungen eingeleitet, ob sich die Bienen in dieser Zeit erholen. Gegen dieses vorläufige Verbot hatten die Chemiekonzerne BASF, Bayer und Syngenta, die diese Gifte herstellen, vor dem Europäischen Gerichtshof geklagt. Das Urteil will der Minister erst abwarten. Und auch die Ergebnisse der Studien.

Dabei haben Wissenschaftler längst bewiesen, dass die Insektengifte für Bienen eine tödliche Gefahr sind. Deshalb vertrauen wir auf ein positives Urteil des Gerichts. Und sammeln weiter Unterschriften – so lange, bis die Bienen gerettet sind.
Danke, dass ihr mitgemacht habt!

24. April 2015

Die Vereinten Nationen zeichnen uns aus!

Bundesumweltministerin Hendricks übergibt uns die Urkunde als UN-Dekadenprojekt Bundesumweltministerin Hendricks übergibt uns die Urkunde als Auszeichnung zum UN-Dekadenprojekt. © Christine Denck

Im Jahr 2011 riefen die Vereinten Nationen (UN) das „UN-Jahrzehnt der Biologischen Vielfalt“ aus. Bis 2020 werden Projekte ausgezeichnet, die dazu beitragen, dass die Artenvielfalt auf der Erde bewahrt bleibt. Jetzt hat Abenteuer Regenwald die begehrte Auszeichnung bekommen.

Damit werden wir für unser Engagement geehrt, jungen Menschen die Bedeutung der tropischen Regenwälder nahe zu bringen und ihnen zu zeigen, wie sie selbst mithelfen können, den Regenwald mit seiner Vielfalt an Tieren und Pflanzen zu bewahren. Die Auszeichnung wurde uns am 23. April von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks in Berlin überreicht.

Abenteuer Regenwald

Die meisten von euch wissen ja schon, dass unsere Schüler-Website www.abenteuer-regenwald.de seit 2004 junge Leser zwischen 8 und 14 Jahren über den Regenwald informiert. Zurzeit nutzen monatlich rund 35.000 Kinder aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Website. Ihr findet anschauliche Wissens- und Hintergrundtexte, Online-Aktionen und Alltagstipps. Und mit interaktiven Angeboten wie Spiele, Downloads und Bastelvorlagen könnt ihr den Regenwald auch spielerisch erforschen.

Ihr alle habt dazu beigetragen, dass wir diese Auszeichnung bekommen haben. Dafür sagen wir danke!

Auszeichnung als UN-Dekadenprojekt

Die Auszeichnung findet im Rahmen der Aktivitäten zur „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ statt, die von den Vereinten Nationen für den Zeitraum von 2011 bis 2020 ausgerufen wurde. Ziel der internationalen Dekade ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu wollen die Vereinten Nationen das Bewusstsein in der Bevölkerung stärken. Die Auszeichnung nachahmenswerter Projekte soll dazu beitragen und die Menschen zum Mitmachen bewegen.

21. April 2015

Aldi verkauft literweise Insektengift

Illustration mit durch Sprühnebel vergiftete Bienen Das Insektenspray von Aldi enthält einen Stoff, der Bienen gefährden kann

Aldi-Nord hofft auf ein großes Geschäft: In seinen Filialen verkauft der Discounter seit dem 20. April Insektengift in 2,5-Liter-Kanistern. Doch es ist ein Geschäft mit dem Tod – dem Tod von Bienen und vielen anderen Insekten, aber auch von Spinnen und Tausendfüßlern.

„Biozid“ steht auf dem Kanister, und Aldi wirbt mit dem Satz: „Für den Einsatz im Innen- und Außenbereich; wirksam gegen kriechende und fliegende Insekten; mit Sofort- und Langzeitwirkung bis zu 3 Monaten“.

„Diese Werbung ist irreführend“, schreibt das Pestizid Aktions-Netzwerk PAN und hat deshalb Beschwerde gegen die Werbung und den Verkauf des Mittels bei den zuständigen Überwachungsbehörden eingereicht.

Denn laut Gesetz dürfen Biozide nur gegen sogenannte Schädlinge eingesetzt werden, die ein Problem für unsere Hygiene und Gesundheit darstellen. Also zum Beispiel gegen Motten in Lebensmitteln und Bekleidung oder gegen Ameisen im Holz von Balkonen. Das Mittel darf aber nicht dazu verwendet werden, Ameisen und andere Tiere im Garten zu vernichten, nur weil sie dort unerwünscht sind. Das steht aber nicht auf dem Etikett des Kanisters. Generell bleibt völlig unklar, wozu das Insektengift von Aldi überhaupt dienen soll.

Das Mittel von Aldi enthält neben weiteren Giften den Stoff Permethrin, der Haut und Augen reizt – und neben „Schädlingen“ auch für Bienen eine große Gefahr ist.

Wir von Abenteuer Regenwald fordern, dass Aldi sein Insektizid sofort aus dem Verkehr zieht.

In einer anderen Aktion fordern wir, dass Chemie-Konzerne wie Bayer und BASF generell keine Gifte mehr produzieren, die die Natur zerstören und Insekten töten – egal ob wir sie nützlich finden oder schädlich.

25. März 2015

Ganz neu: Flyer + Poster zu Regenwaldrodung und Fleischkonsum

Illustration bei der Regenwald brennt und ein Bulldozer Regenwald platt macht Bestellen, lesen, verteilen und aufhängen: Flyer und Poster über Fleischkonsum, Regenwaldrodung und Massentierhaltung

Warum tragen Fleisch, Milch und Eier aus dem Supermarkt zur Regenwaldzerstörung bei? Unter dem Titel „Warum wir Regenwald essen“ stellen wir in unserem neuen kostenlosen Flyer und Poster anschaulich die Zusammenhänge dar: Durch die große Nachfrage nach billigem Fleisch werden immer mehr Tiere mit enormen Mengen Kraftfutter gemästet. Dieses Futter besteht aus Soja, für dessen Anbau in Südamerika die Regenwälder und Savannen zerstört werden. Was bedeutet das für die Tiere und Pflanzen in diesen Ländern – und was für Schweine, Hühner und Kühe in unseren Tierfabriken? Und was können wir dazu beitragen, die Natur zu bewahren und das Leid der Nutztiere zu beenden?

Antworten findet ihr im Flyer – und auf einen Blick auf dem Poster „Massentierhaltung frisst Regenwald“, das sich auch im Klassenraum gut aufhängen lässt. Bestellt den Flyer oder das Poster jetzt hier.

Sehr aufschlussreich ist auch der neue Fleischrechner im Internet:

Wieviel Wasser, CO2 und Antibiotika verbraucht mein Fleischkonsum eigentlich? Dieser Rechner verrät es euch: http://www.blitzrechner.de/fleisch/

29. Januar 2015

Auszeichnung für Abenteuer Regenwald

Kathrin von Abenteuer Regenwald hält die Urkunde und Maskottchen Netti in Händen Kathrin von Abenteuer Regenwald mit Urkunde und Maskottchen Netti

Der Erfurter Rathaussaal war für die Preisverleihung festlich geschmückt. Viele Kindermedien-Experten hatten sich versammelt, als der „Erfurter Netcode e.V.“ sein begehrtes Qualitätssiegel am 1. Dezember 2014 überreichte. Wir erhielten die Auszeichnung zusammen mit 4 weiteren Preisträgern.

„Abenteuer Regenwald informiert in kindgerechter Sprache und mit anschaulichen Bildern darüber, warum und wie der Regenwald bedroht ist und erklärt sehr verständlich die Zusammenhänge… und was man – auch als Kind – gegen Bedrohung und Abholzung tun kann.“

Mit diesen Worten begründete die Jury ihre Entscheidung und überreichte uns die Urkunde und das Känguruh-Maskottchen „Netti“.

Wir freuen uns darüber, dass Abenteuer Regenwald nicht nur bei 260.000 Schülerinnen und Schülern (Besucher auf Abenteuer Regenwald 2014) so beliebt ist. Sondern dass auch namhafte Experten die Qualität unserer Arbeit hervorheben.

Das „Qualitätssiegel für Kindermedien im Internet“ ist für uns ein zusätzlicher Ansporn, noch besser, bunter, vielfältiger über die Regenwälder der Erde zu berichten. Und wir finden, dass der Preis auch eine Anerkennung für euer Engagement ist.

6. Februar 2015

Spülmittel aus Plastikmüll-Flasche

Spülmittelflasche aus Ozeanmüll Recycling ist wichtig

Plastikmüll in Ozeanen ist ein großes Problem. Laut aktuellen Schätzungen verenden jährlich eine Million Seevögel, 100.000 Haie, Schildkröten, Delfine und Wale, weil sie Plastik mit der Nahrung zu sich genommen haben. (Quelle: sieben-siebzig.de) Und allein im Nordpazifik verschlucken Jahr für Jahr die Fische eine solche Menge an Plastik, wie sie 480 Millionen großen Plastikflaschen entspricht. (Quelle: swissfamily.ch) Plastik im Fisch bedeutet auch Plastik in unserem Essen. Die Bekämpfung von Plastikabfällen in den Weltmeeren ist also nicht nur für die Meeresbewohner, sondern auch für uns wichtig.

Deshalb hat der Hersteller von möglichst umweltfreundlichen Reinigungsmitteln, Ecover, die erste Spülmittelflasche produziert, die komplett aus recyceltem Plastik besteht. Und 10 Prozent dieses Plastiks stammen aus recyceltem Plastikmüll aus dem Meer. Allerdings wäre es wesentlich besser, wenn die Firmen deutlich weniger Plastik herstellen und wir Verbraucher so gut es geht auf Plastik verzichten würden.

14. Dezember 2014

Gute Nachricht für Orang-Utans…

Montage: Nutella Glas vor Orang Utan Palmöl in unseren Lebensmitteln bereitet dem Orang-Utan Sorgen

… und die Regenwälder.

Endlich ist es so weit: Seit dem 13. Dezember 2014 müssen die Hersteller von Lebensmitteln nach einem Beschluss der Europäischen Union alle Inhaltsstoffe auf den Verpackungen ihrer Produkte genau angeben. Auch Palmöl.

Warum das für die Regenwälder eine gute Nachricht ist? Als Verbraucher können wir jetzt ganz bewusst auf Palmöl verzichten. Und so dazu beitragen, dass die Regenwälder nicht mehr für Palmölplantagen gerodet werden.

Denn in sehr vielen Lebensmitteln steckt Palmöl, man schätzt, dass dieses tropische Pflanzenöl sogar in jedem zweiten Supermarkt-Artikel zu finden ist. Dazu gehören Schokoaufstriche, Kekse, Eis mit Schokoladen-Überzug, Weihnachtsmänner, Tiefkühlpizza, Margarine, Soßen, Chips und viele andere.

Bisher reichte es, das Palmöl hinter der Angabe „pflanzliche Öle und Fette“ zu verstecken. Und das haben viele Hersteller auch getan. Weil sie natürlich wissen, welche verheerenden Folgen der großflächige Anbau von Ölpalmen für die Regenwälder und ihre Bewohner hat. Vor allem in Indonesien und Malaysia.

Jetzt können sich alle Verbraucher dafür entscheiden, ein Produkt mit Palmöl im Regal stehen zu lassen. Und wir hoffen, dass es viele tun.

Gebt auch ihr diese gute Nachricht weiterbestellt z.B. unseren Palmöl-Flyer und verteilt ihn. Auf unserer Website findet ihr weitere Infos zum Thema Palmöl – zum Beispiel unsere regelmäßigen Checks, welche Produkte Palmöl enthalten und welche nicht.

14. August 2014

Der Traum vom eigenen Wald

Jadav Payeng in seinem Wald Jadav Payeng in seinem Wald. (Bild: http://tboltkid.com)

In Indien hat sich ein 16-Jähriger einen ungewöhnlichen Wunsch erfüllt: Auf einer öden Sandbank im großen Brahmaputra-Fluss pflanzte er Baumsamen und siedelte Ameisen an. Heute, nach 35 Jahren wuchert dort dichter Dschungel – als neue Heimat vieler Tiere und Pflanzen.

Es geschah im Jahr 1979 – Jadav Payeng war gerade 16 Jahre alt – als gewaltige Monsunregen den Bundesstaat Assam im Nordosten Indiens überschwemmten und den Brahmaputra über die Ufer treten ließen. Als sich das Wasser zurückzog, starben viele Hundert Schlangen in der sengenden Sonne, weil dort, wo sie hilflos an Land gespült wurden, keine  Schatten spendenden Bäume wuchsen.

„Ich dachte, dass den Menschen dasselbe Schicksal blüht, wenn es keine Bäume mehr gibt“, erzählte Jadav Payeng viele Jahre später Zeitungs-Reportern. „Deshalb beschloss ich, mein Leben dem Pflanzen von Bäumen zu widmen.“

Sein eigener Wald sollte auf einer Sandinsel im Brahmaputra heranwachsen, doch bei der Forstbehörde wurde Jadav Payeng nur belächelt – dort würden keine Bäume Wurzeln schlagen, sagten sie. Der Junge ließ sich nicht beirren und bat seine Stammesbrüder vom Volk der Mising um Hilfe. Sie schenkten Jadav für den Anfang Samen für Elefantengras und Bambus. Er selbst ruderte Dung und Rote Ameisen zur Insel, die den Boden fruchtbar machen sollten.

Im Laufe der Jahre breitete sich auf der einst öden Flussinsel eine Vielfalt an Tieren und Pflanzen aus: Hirsche, Kaninchen, Schlangen, wilde Büffel und zahlreiche Vögel fanden dort einen neuen Lebensraum oder Rückzugsort, Elefanten schwammen herüber und sogar seltene Arten wie Tiger und Nashörner.

Jadav Payengs Traum vom eigenen Wald wuchs zu einem 5,5 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet heran. Und der heute 51-Jährige, den sie in Indien den „Waldmann“ nennen, will noch lange nicht aufhören mit dem Pflanzen von Bäumen. Denn „der Baum ist die Wurzel allen Lebens“, sagt der Familienvater.

15. Juli 2014

Eure Bilder im Unweltministerium!

Umweltministerin Hendricks steht vor einer Tafel mit Bildern, Collagen und Texten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks eröffnet die Ausstellung

Die Mitarbeiter vom Umweltministerium waren viel schneller, als wir dachten: Schon gut ein Woche nach unserem Termin bei Barbara Hendricks hat die Ministerin offiziell die Ausstellung mit euren Bildern, Collagen und Texten eröffnet. Und die Tafel wurde auch noch dekoriert mit unserem Logo und den grünen Blättern von Abenteuer Regenwald.

Wir freuen uns mit euch, dass unser Malwettbewerb so erfolgreich war und eure Kunstwerke nun sogar so prominente Betrachter haben.

Riesendank an euch und natürlich auch an Barbara Hendricks und ihre Mitarbeiter, die uns jetzt auch auf der Kinderseite des Bundesumweltministeriums zur „Umwelt-Website des Monats Juli“ gekürt haben!

3. Juli 2014

Wie wichtig ist Ihnen der Schutz der Orang-Utans, Frau Ministerin?

Gruppenfoto Schüler beim Besuch bei Bundesumweltministerin Barbara Hendricks Die Schüler diskutierten mit Umweltministerin Barbara Hendricks über den Schutz der Regenwälder. (Bild: Christine Denck)

Dies war eine der vielen Fragen, die sich die Schüler für ihren Besuch bei Bundesumweltministerin Barbara Hendricks überlegt hatten.

Die Antwort darauf war Jonas so wichtig, dass er extra aus München nach Berlin gekommen war. Der 8-Jährige hatte bei unserem Orang-Utan-Wettbewerb mitgemacht und wollte sein Bild unbedingt selbst überreichen. Auch die anderen 14 Berliner Schülerinnen und Schüler hatten fleißig gemalt und gebastelt – für diesen besonderen Anlass. Wir von Abenteuer Regenwald haben uns richtig gefreut, dass die Umweltministerin bereit war, die Kinder und uns zu empfangen. Es wollten noch viel mehr nach Berlin kommen – ganze Schulklassen haben gefragt. Doch damit auch wirklich jedes Kind eine Frage stellen konnte, mussten wir die Anzahl beschränken.

Und dann kam der Termin: Ministerin Barbara Hendricks setzte sich im Ministerium zu uns in die Runde und freute sich, als sie überall die Bilder sah.

Und die Antwort auf Jonas’ Frage?
„Die Orang-Utans sind natürlich ganz besonders wichtig, denn sie stehen uns als Menschenaffen ja auch nahe. Und wir fänden es ganz furchtbar, wenn sie nicht mehr da wären.“ Aber das gelte auch für alle anderen Regenwaldbewohner, so die Ministerin. Und für den Schutz der Regenwälder könnte sie zusammen mit ihrem Kollegen vom Entwicklungsministerium zum Glück auch viel Geld ausgeben. Zum Beispiel auch dafür, den Menschen in den Regenwaldländern andere Einkommensquellen zu ermöglichen, damit sie die Bäume nicht abholzen müssen.

Es werde schon viel getan, aber „wir müssen unsere Anstrengungen, die wir jetzt schon machen, noch verstärken, wir müssen noch mehr tun, als wir schon tun, das auf jeden Fall.“

Die 10-Jährige Ronja wollte wissen, warum in Deutschland Palmöl für Biodiesel verwendet wird, obwohl dafür die Heimat der Orang-Utans, der Regenwald abgeholzt wird.

„Wir haben jetzt gerade beschlossen, dass wir weniger Biobenzin dem anderen Benzin beimischen wollen“, so die Ministerin. „Wir planen jetzt nicht mehr 10 % Biosprit-Anteil, sondern es sollen nicht mehr als 4,5 % sein. Das ist immer noch etwas, das ist nicht nichts. Aber wir sind dabei, das zurückzuführen.“

Sie selbst, sagt Barbara Hendricks, achte sehr darauf, dass sie im Supermarkt keine Lebensmittel mit Palmöl kauft.

„Das Palmöl ist ja als Speiseöl gar nicht so wichtig, es kann durch jedes andere Speiseöl ersetzt werden. Es gibt ja große Unternehmen in Deutschland, die zum Beispiel Speiseöle herstellen, so wie Unilever oder so. Und die wissen das auch, dass die Bürger kein Palmöl aus den Gegenden haben wollen, wo vorher Regenwald war. Also die achten schon darauf. Aber ich kann noch mal mit denen sprechen, ob die das auch wirklich machen. Das verspreche ich euch, ich spreche mal mit Unilever.“

Für diesen Satz bekommt die Ministerin viel Applaus.
Es gibt noch viele Fragen, aber die Zeit ist um. Und die Bilder?

„Mit ihnen machen wir hier im Ministerium eine Ausstellung“, sagt Barbara Hendricks und bedankt sich bei allen, die mitgemacht haben.

Du möchtest mehr darüber wissen, wie Politik funktioniert? Dann schau im Hanisauland vorbei (Achtung, mit Klick auf den Link öffnest du eine neue Website).

30. Juni 2014

Erlebt den geheimnisvollen Regenwald: hautnah in der Biosphäre Potsdam

Drei Kinder hinter einem Baumstamm Lasst euch vom Dschungel überraschen!

Ein richtiger Dschungel vor den Toren Berlins: In der „Biosphäre Potsdam" könnt ihr in das feuchtwarme Tropenklima eintauchen, exotische Tiere und Pflanzen erforschen und auf einem Höhenweg sogar Baumkronen durchstreifen.

In der 7.000 m2 großen Regenwaldlandschaft wird Lernen zu einem spannenden Erlebnis: Bunte Vögel hüpfen zwitschernd von Ast zu Ast, es raschelt im Gebüsch. Der Duft von Blüten und Gewürzen liegt in der Luft, ein Wasserfall rauscht in die Tiefe. Erst ein leises Grollen, ein Blitz, es donnert, Regen fällt über dem Urwaldsee: Gewitter erlebt man im Regenwald anders als zu Hause. Die Entdeckungstour durch die Potsdamer Tropen beansprucht alle Sinne.

Entlang des Dschungelpfades geben Informationstafeln Auskunft über diesen exotischen Lebensraum. Oder ihr nehmt an einer Führung zu einem oder mehreren spannenden Themen teil: zum Beispiel zur Artenvielfalt im Regenwald oder zu tropischen Heilpflanzen oder Tieren.

Das grüne Klassenzimmer ist Schule mal anders. Mitten im Dschungel lernt ihr mit der Schulklasse, oder auch mit euren Eltern oder Freunden das außergewöhnliche Leben im Regenwald kennen. Der Umweltschutz wird bei den verschiedenen Programmen besonders betont.

Außerdem gibt es kostenfreie Unterrichtsmaterialien zum Download, mit denen Schulklassen in der Tropenhalle arbeiten können.

Biosphäre Potsdam GmbH
Georg-Hermann-Allee 99
14469 Potsdam
Tel.: 0331 / 550740

12. Juni 2014

Riesenerfolg: Keine Erdölsuche im Land der Gorillas

Gorilla mit Sprechblase "Danke, dass ihr mich schützt" (Bild: Flickr/weesam2010 (CC BY-NC-SA 2.0))

Wir dürfen wieder hoffen, dass die letzten Berggorillas unserer Erde überleben: Ausgerechnet im dichten Bergregenwald des Virunga-Nationalparks wollte der britische Ölkonzern SOCO Erdöl fördern. Das Gebiet im Osten des Kongos ist einer der letzten Lebensräume der vom Aussterben bedrohten Berggorillas. Jetzt hat der Konzern eingelenkt und seine Pläne aufgegeben.

Die Entscheidung ist ein Riesenerfolg der jahrelangen Proteste von Aktivisten vor Ort und Natur- und Tierschützern aus aller Welt. Auch bei Abenteuer Regenwald und Rettet den Regenwald haben sich knapp 140.000 Unterstützer bei zwei Petitionen gegen das Projekt eingesetzt. Außerdem haben wir die Umweltschützer bei ihrer Arbeit vor Ort mit Spenden über insgesamt 90.000 Euro unterstützt.

Etwa 380 der vom Aussterben bedrohten Berggorillas leben in den Regenwäldern von Virunga – gemeinsam mit vielen weiteren Wildtieren wie Elefanten, Flusspferden und Schimpansen. Die Ölförderung hätte die Heimat der Tiere in Afrikas ältestem Nationalpark zerstört.

28. April 2014

Malaysia: Das Schildkrötenreservat soll geschützt werden

Umweltschützer und ein Vertreter der Fischer stehen neben dem Repräsentanten des malaysischen Ministeriums

Im August 2013 haben wir euch dazu aufgerufen, unsere Petition zum Schutz der Grünen Meeresschildkröten in Malaysia zu unterschreiben: Die Regierung wollte auf einem ihrer letzten Nistplätze zwei Fabriken genehmigen.

Umweltschützer und Fischer hatten die Weltgemeinschaft um Unterstützung gebeten. Denn neben den Nistplätzen der Schildkröten würden die Fabriken auch die lokale Fischerei und den benachbarten Regenwald gefährden.

Zusammen mit euch haben weltweit 83.000 engagierte Menschen dagegen protestiert. Jetzt haben wir die Unterschriften an die malaysischen Behörden übergeben.

Dr. Mohd Amin Zakaria nahm die Unterschriften für das Ministerium für Bildung, Forschung, Umwelt und Grüne Technologie des malaysischen Bundesstaates Perak entgegen. Er war beeindruckt von der großen Anzahl an Unterschriften und dem internationalen Interesse an dem Schutz des Gebietes.

Die Hoffnung ist groß, dass das Projekt gestoppt wird, denn bisher haben die Bauarbeiten nicht begonnen. Malaysische Aktivisten und Anwohner wollen so lange protestieren, bis der Regenwald und der Strand der Meeresschildkröten endgültig geschützt und in Sicherheit sind.

Nimm jetzt an unseren aktuellen Protestaktionen teil, damit diese auch erfolgreich sind!

30. Januar 2014

Forscher entdecken neue Flussdelfin-Art

Inia araguaiaensis Inia araguaiaensis. (Bild: Nicole Dutra)

Die Wissenschaftler von der brasilianischen Federal University of Amazonas waren erstaunt: Im Araguaia-Fluss im Nordosten Brasiliens entdeckten sie eine bisher unbekannte Art aus der Familie der Flussdelfine. Damit sind fast 100 Jahre vergangen seit der letzten Entdeckung einer Flussdelfin-Art.

„Für uns kam diese Entdeckung völlig unerwartet“, sagt Dr. Tomas Hrbek, der das Forscherteam leitet. „Wir fanden die Delfine in einem Gebiet, in dem die Leute die Tiere ständig sehen. Es sind schließlich große Säugetiere. Doch niemand hat bemerkt, dass sie sich von dem Amazonas-Delfin, dem so genannten Rosa Flussdelfin (Inia geoffrensis) unterscheiden. Das finde ich wirklich aufregend.“
Für die Fischer spielte der Unterschied sowieso keine Rolle. Für sie sind die Flussdelfine allenfalls „Konkurrenten“, denn mit ihrem langen Schnabel jagen sie im schlammigen Flussbett nach Fischen.

Die Forscher entdeckten die neue Art in Abschnitten der Flüsse Araguaia und Tocantins und gaben ihr den Namen Inia araguaiaensis, Araguaia-Delfin. „Wir vermuten, dass sich die Delfin-Arten aus gemeinsamen Vorfahren entwickelt und sich dann vor mehr als zwei Millionen Jahren getrennt haben - parallel zur Trennung zwischen dem Araguaia-Tocantins-Becken und dem Amazonas-Becken“, so Tomas Hrbek. Die neue Art hat einen breiteren Schädel und weniger Zähne als ihre verwandten Rosa Flussdelfine.

Tomas Hrabek und sein Team konnten im Araguaia-Becken etwa 1.000 Tiere ausmachen. Und kaum haben sie die neue Art entdeckt, empfehlen sie, die Araguaia-Delfine auf die Rote Artenschutz-Liste zu setzen – als besonders gefährdet. Die anderen 4 Flussdelfin-Arten stehen bereits auf der Roten Liste.

Flussdelfine sind übrigens Zahnwale – und gehören zu den bedrohtesten Tierarten der Welt. Die Hauptursachen sind die Zerstörung ihres Lebensraumes für Landwirtschaft, Plantagen und Staudämme.

12. November 2013

Die ganze Welt will die Koalas schützen!

Koalas brauchen zum Überleben intakte Wälder

Unser Hilferuf für die Koalas hatte ein Riesen-Echo: Mehr als 83.000 Menschen aus aller Welt beteiligten sich an unserer Aktion für die australischen Beuteltiere. Wir haben sie in sechs Sprachen (deutsch, englisch, französisch, spanisch, italienisch, portugiesisch) auf unserer Webseite veröffentlicht.

Am 29. Oktober hat Anthony Amis von der Umweltschutzorganisation Friends of the Earth (Freunde der Erde) Australia die dicke Unterschriftenmappe an das Umweltministerium des australischen Bundesstaates Victoria übergeben mit unserer Forderung: Schützen Sie die Koalas und ihre Wälder.

Victoria gehört zu den beiden Staaten, in denen die Koalas noch nicht gesetzlich geschützt sind – und genau dort wurden so viele von ihnen durch die Erntemaschinen der Holzfirmen verletzt und getötet.

„Es gibt gute Chancen, dass die Regierung von Victoria sich um den Schutz der Koalas kümmert“, hat uns Anthony Amis nach dem Treffen geschrieben. „Wir haben jedenfalls mit unserer Bitte offene Türen vorgefunden.“

Wir werden euch natürlich berichten, wenn wir etwas Neues dazu aus Australien erfahren.

24. Oktober 2013

Plumplori erfolgreich ausgewildert: Viel Glück in der Freiheit!

Plumplori Muria klettert aus der Transportbox in die Freiheit

Murias Happy End begann vor drei Jahren: 2010 hatte ein Mann aus Java genug von seinem exotischen „Haustier“. Er lieferte das Plumplori-Weibchen im Rettungszentrum der Tierschutzorganisation International Animal Rescue Indonesia (IAR) ab. Ärzte päppelten den kleinen Affen wieder auf und entließen ihn probeweise in den Dschungel.

Es ist gar nicht so leicht, ein Tier, das fast sein ganzes Leben in Gefangenschaft verbringen musste, an die Freiheit zu gewöhnen. Deshalb legten die Helfer Muria ein GPS-Halsband um und beobachteten sie 15 Monate lang. Und waren sehr zufrieden. Denn sie sahen, dass Muria sich selbstständig von den wilden Früchten ernähren kann – und sie fand sogar einen Partner. Endlich war es soweit: Muria wurde das Halsband entfernt, sie lebt nun wie jeder andere Plumplori im Regenwald. IAR verbindet diese gute Nachricht mit der Bitte: Stoppt die Jagd auf Plumploris. Sie gehören zu den bedrohtesten Primatenenarten der Erde und sind keine Haustiere.“

30. September 2013

Eröffnung eines Regenwaldhauses im Kindermuseum Nürnberg

Logo Kinder Museum Nürnberg

Chamäleons, Pfeilgiftfrösche und exotische Pflanzen – mitten in Nürnberg! Das Kinder- und Jugendmuseum der Stadt eröffnet im Oktober ein Regenwaldhaus. Auf 30 Quadratmetern kannst du die Geheimnisse des Dschungels erforschen. Du erfährst, warum es gerade im Regenwald so viele verschiedene Tiere und Pflanzen gibt und wieso gerade dieser Lebensraum so wichtig für unser Klima ist.

Angedockt an das Regenwaldhaus ist ein Raum zum Mitmachen – das Motto heißt wie unser Verein: „Rettet den Regenwald!“ So kannst du an einer Scanner-Station testen, wie viel Regenwald in den Produkten steckt, die wir täglich einkaufen. Mithilfe eines Barcodes verrät dieser, ob ein Produkt zum Beispiel Palmöl enthält.

Oder du besuchst die Hörstation und errätst an den Geräuschen die Tiere des Regenwaldes und auf welchem Kontinent und Waldstockwerk sie zu Hause sind.

Kindermuseum Nürnberg, Michael-Ende-Str. 17, Tel.: 0911 / 6 00 04-0
Öffnungszeiten, Preise unter www.kindermuseum-nuernberg.de

19. August 2013

Wie eine Kreuzung aus Katze und Teddybär: Forscher entdeckt neue Raubtierart

Ein Olinguito auf einem Ast Er ist ein Raubtier, gibt sich aber meistens mit Früchten zufrieden: Der Olinguito (= Waschbärchen). (Bild: Mark Gurney [CC-BY-3.0] via Wikimedia Commons)

Jedes Jahr werden Tausende neue Tier- und Pflanzenarten auf der Welt entdeckt. Normalerweise finden Forscher neue Arten bei Expeditionen in der Natur. Doch jetzt tauchte eine bisher unbekannte Raubtierart in einem Archiv in Chicago in den USA auf – präpariert und ausgestopft. Der Zoologe Kristofer Helen fand das Exemplar in einer Schublade. Dort lag es vermutlich seit Anfang des 20. Jahrhunderts – niemand hatte bemerkt, dass es sich bei dem Tier um eine noch unbekannte Art handelte.

Kristofer Helen, der die bis dahin unbekannte Art „entdeckt” hatte, nannte sie Olinguito – Waschbärchen. Die niedlich aussehende Art gehört zur Familie der Kleinbären, zu der auch Waschbären und Nasenbären zählen.

Nach seiner Entdeckung reiste Helen sofort in den Nebelwald von Ecuador, wo er gezielt nach einem lebenden Olinguito suchte. Und er wurde schon in der ersten Nacht fündig – Olinguitos sind nachtaktiv. Wirklich bemerkenswert, dass niemand anderes es vorher bemerkt hatte.