Orang-Utans – die Denker des Dschungels

junger Orang-Utan und seine Mutter im Regenwald Orang-Utans leben nur noch in den Regenwäldern auf Borneo und Sumatra

Sie küssen sich, benutzen selbst gefertigte Werkzeuge und kümmern sich liebevoll um ihren Nachwuchs. Die roten Menschenaffen sind die größten auf Bäumen lebenden Tiere der Erde. Tag und Nacht verbringen sie oben in den blätterdichten Kronen – von Wissenschaftlern am Boden so unbemerkt, dass diese sie erst vor rund 200 Jahren entdeckten.

Steckbrief

Lebensraum:
Asien
Größe:
120 – 150 cm
Gewicht:
m: bis 90 kg / w: bis 50 kg
Lebenserwartung:
ca. 50 Jahre
Nahrung:
Früchte, Blätter, Insekten
Anzahl Junge:
normalerweise ein Junges
Tragezeit:
8 – 9 Monate

Intelligente Waldmenschen

Das Wort Orang Hutan bedeutet in Indonesien „Waldmensch”. Orang-Utans sind intelligent und empfindsam – die Superhirne des Dschungels sind den Menschen in einigen Bereichen sogar überlegen: in ihrer Lern- und Merkfähigkeit und im räumlichen Denken. In einem Revier von 300 Hektar kennt ein Orang-Utan jeden Baum und merkt sich genau, wann wo welche Früchte pflückreif sind. Außerdem kann er in seinem Wald ca. Tausend Pflanzen unterscheiden und weiß zum Beispiel, welches Kraut gegen Krankheiten wie Malaria oder Migräne gewachsen ist.

Lebensweise

Orang-Utans leben als Einzelgänger. Sie sind mit ihren langen Arme sehr gute Kletterer.

Extrem bedroht

Noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts haben vermutlich Hunderttausende Orang-Utans die asiatischen Wälder bewohnt – jetzt sind es schätzungsweise noch 50.000. Nur auf den zu Indonesien gehörenden Inseln Borneo und Sumatra konnten sie noch überleben. Hilflos sind die einzigen Menschenaffen Asiens den Menschen ausgeliefert: Der Verlust ihres Lebensraumes, Wilderei und Tierhandel haben ihre Zahl sehr stark reduziert – obwohl sie streng geschützt sind. Eine schlimme Entwicklung, denn Orang-Utans haben die niedrigste Geburtenrate aller Säugetiere: Die Mutter sorgt sieben Jahre für ihr Junges.

Jeder Orang-Utan von ihnen braucht mindestens einen Quadratkilometer Regenwald, um satt zu werden von Früchten und Blättern. Ohne Wald verlieren die Tiere ihre Nahrungsquelle, ihren Schutz und Lebensraum.

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